Biathlon: Ein besonderes Wochenende liegt hinter Janina Hettich. Die Biathletin vom Skiclub Schönwald sorgte bei den deutschen Meisterschaften in Altenberg für die größte Überraschung der Titelkämpfe. Hettich wurde im Einzel erstmals deutsche Meisterin. Mit Platz vier im Sprint und Rang drei im Verfolgungsrennen bestätigte die Lauterbacherin, dass sie zur nationalen Elite der Biathletinnen gehört.

Das Einzelrennen nimmt nicht nur aufgrund der Goldmedaille einen hohen Stellenwert in Hettichs bisheriger Karriere ein. Auch ihre Gesamtleistung in diesem Wettkampf war nahezu perfekt. Auf der 12,5 Kilometer langen Skirollerstrecke war die Schwarzwälderin sehr gut unterwegs und am Schießstand fehlte nicht viel zur Bestquote. Sie räumte 19 der 20 Scheiben ab.

Als Hettich mit der späten Startnummer 32 ins Ziel lief, musste sie nur noch kurze Zeit bangen. Maren Hammerschmidt (Winterberg), die mit Startnummer 35 als letzte auf die Strecke gegangen war hätte ihr den Titel noch wegschnappen können. Doch am Ende hatte die Schwarzwälderin mit 17 Sekunden Vorsprung die Nase vorn.

„Ich bin natürlich überglücklich. Es hat nahezu alles gepasst“, meinte die sympathische Biathletin, die bei ihrem Titelgewinn Hammerschmidt und Weltmeisterin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) auf die Plätze zwei und drei verwies. Ihre Schwarzwälder Trainingskollegin Christin Maier vom Skiclub Urach belegte nach vier Schießfehlern den guten zwölften Rang im Feld der 32 gewerteten Starterinnen.

Janina Hettich verpasste einen Tag nach ihrem Gold-Rennen weiteres Edelmetall im Sprint um 17 Sekunden. Mit einem Schießfehler belegte sie hinter Siegerin Denise Herrmann, Sophia Schneider (Oberteisendorf) und Franziska Preuß (SC Haag). Christin Maier schoss ebenfalls nur eine Fahrkarte und kam auf Rang 18.

Zum Abschluss der Wettkämpfe in Altenberg erkämpfte sich Janina Hettich eine weitere Medaille. Im Verfolgungsrennen ließ die Sportsoldatin wiederum von den zehn Scheiben nur eine stehen und wurde Dritte. Somit kehrte sie aus dem Erzgebirge mit Gold und Bronze in den Schwarzwald zurück.

Für Janina Hettich ging es direkt nach dem erfolgreichen Wochenende ab in den Urlaub. Ein Urlaub, den sie sich wahrlich verdient hat. Zudem hat sich die 24-Jährige mit ihrem Erfolg ein Ausrufezeichen gesetzt mit Blick auf die Vergabe der deutschen Weltcup-Startplätze im kommenden Winter.

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