Ringen: (kb) Volker Hirt hat sich seine Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht und betont dabei, dass diese nur bedingt mit der nach wie vor ungewissen sportlichen Situation beim ASV Nendingen zu tun hat. Dennoch ist für Hirt nach zehn Jahren, in denen er den Verein von der Regionalliga bis zur Deutschen Meisterschaft führte, Schluss. „Ich habe den Vorstand darüber informiert, dass ich mein Amt niederlege“, macht der Coach unmissverständlich deutlich.

Ebenso klare Worte findet er bei seiner Begründung für diesen Schritt. „Die neu strukturierte Bundesliga des Deutschen Ringer Bundes ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei. Trotzdem immer noch besser als eine Deutsche Ringer Liga, die vom Grundsatz her eine gute Idee ist, der jedoch ein wirkliches Konzept fehlt. Die DRL hat kaum teilnehmende Mannschaften und führt deshalb nun Gespräche mit der polnischen Liga“, so Hirt. Für die Bundesliga hat Nendingen nicht gemeldet und wurde dadurch in die Oberliga eingestuft. Auf dieses Hickhack wollte sich der 39-Jährige nicht einlassen.

Hirt gelang als Trainer mit dem ASV Nendingen von 2014 bis 2016 dreimal in Folge die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Höhepunkt war für ihn der Titelgewinn 2014: „Zum einen natürlich, weil es der erste war. Zum anderen, weil er im mit über 6000 Zuschauern voll besetzten Schwenninger Eisstadion klar gemacht wurde.“

Ein neues Trainer-Engagement hat Hirt nicht im Visier: „Ich gönne mir erst mal eine Auszeit, versuche wieder mehr für meine Familie da zu sein und konzentriere mich auf meinen Job als Verbandstrainer des Württembergischen Ringer-Verbandes.“ Hirt macht sich auch Gedanken, wie es mit seinem bisherigen Club weitergeht: „Der ASV Nendingen ist für mich zu einer Herzensangelegenheit geworden. Nun hoffe ich, dass eine Lösung gefunden wird und der Verein nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.“