Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – FT Freiburg 3:1 (20:25, 29:27, 25;22, 25:22). – Sand war im Getriebe des TSV Mimmenhausen. Vor allem im ersten Durchgang. In dem hatte es gar nicht rosig ausgesehen für die Mannschaft von Christian Pampel. „Ich hätte keinen Cent auf uns gesetzt“, kommentierte der Spielertrainer das 3:1, „erst recht nicht nach dem ersten Satz.“ Dann fanden Kapitän Lukas Ott und sein Team ihren Rhythmus. Und in dem Maße, in dem sie zulegten, schlichen sich bei den phänomenal fast fehlerfrei gestarteten Freiburgern Eigenfehler ein. Mimmenhausen, das in Jonas Hoffmann seinen besten Mann zurecht mit MVP-Gold belohnt sah, setzte sich in einem stets spannenden und bis zum Schluss umkämpften Duell etwas zu klar mit 20:25, 29:27, 25:22 und 25:22 durch.

Freiburg hat Mimmenhausen am Wickel

Im ersten Durchgang jedenfalls hatte Freiburg Mimmenhausen am Wickel. Ohne echte Vorbereitung (einige Spieler hatten fünf Wochen nicht trainieren können) ins südbadische Duell gehen zu müssen, sorgte für fahrige Hände. Umso mehr, als dem FT-Septett zunächst so gut wie alles gelang. Mit seinem Aufschlag verunsicherte es den TSV-Annahmeriegel enorm, und mit unwiderstehlichen Angriffen über die Mitte sorgte es für klare Verhältnisse (8:4, 16:13, 24:20) beim 25:20.

„Motor“ Jonas Hoffmann treibt TSV an

Mimmenhausen unter Druck: Vor allem „Motor“ Jonas Hoffmann trieb den TSV im zweiten Durchgang zurück auf die Siegerstraße. Dem Außenangreifer mit der Nummer 3 auf dem Trikot gelangen alleine in diesem Abschnitt zehn Punkte, er wehrte zweimal einen Freiburger Satzball (26:26, 27:27) ab. Viel wichtiger aber noch: Er blieb der zuverlässige Adressat für einen, so Pampel, „echt guten“ Federico Cipollone. Der Zuspieler beendete einen der zahlreichen spektakulären Ballwechsel gedankenschnell zum 29:27.

Lautstarke und unermüdliche Black Wall

An die Wende zugunsten der Gastgeber glaubte im dritten Durchgang der Fanblock der Black Wall, der seine Helden unermüdlich lautstark antrieb. Und je länger der faszinierende Schlagabtausch zweier gleichwertiger Teams dauerte, umso mehr wuchs das Vertrauen in die eigene Leistung bei den Gastgebern, schwand es bei Freiburg. Zu viele Eigenfehler sorgten nach umkämpftem Verlauf (8:7, 16:13, 24:22) dafür, dass die FT nach dem 22:25 sogar Gefahr lief, leer auszugehen.

Netz war zu oft im Wege

Zunächst machten die Blau-Gelben klar, dass sie ihr Niveau halten konnten (8:5, 17:14). Dann geriet der Sieg wieder in ernste Gefahr (19:18). Weil die Freiburger nun unbedingt Mimmenhausener Angriffe blocken wollte, verhedderten sie sich – nicht nur beim 24:22 und 25:22 – im Netz: Mimmenhausen gelang mit etwas Glück ein erfolgreicher Start in die Rückrunde.

Freiburg hätte einen Punkt verdient

„Wir haben das Bestmögliche herausgeholt!“, nimmt Pampel die drei Punkte gerne entgegen. „Wir haben aber auch mehr bekommen, als wir verdienten“, fügt er an. „Die Freiburger hätten einen Punkt verdient gehabt.“

TSV Mimmenhausen: Ott (Frings), Birkenberg (Streibl), Pampel, Hoffmann, Zippel, Cipollone, Reusch.