Video: Scheibengruber, Matthias

Fußball-Bezirksliga: – Vor rund 180 Zuschauern im Hasenwaldstadion entwickelte sich – was die Torfolge anging – ein Spiel der Extreme. In Sachen Qualität wurde das Derby im Tabellenkeller seinen Vorzeichen gerecht. Die auf heimischen Plätzen noch sieglosen Gastgeber schrammten dank einer Leistungssteigerung und der 35 Minuten währenden Überzahl an ihrer fünften Heimpleite im sechsten Spiel hauchdünn vorbei.

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Bis es allerdings soweit war, wurde der Anhang des FC Schlüchttal schwer auf die Folter gespannt. Vor allem im ersten Spielabschnitt taten sich die Einheimischen extrem schwer, schienen weitaus größere Probleme mit dem holprigen Untergrund zu haben als der immerhin an Kunstrasen gewöhnte Gast vom vorderen Ende des Schlüchttals.

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Kaum hatte Schiedsrichter Mirco Radtke die Partie auf dem zweifellos schönst gelegenen Sportplatz frei gegeben, lag die Kugel bereits zum ersten Mal im Netz. Benno Huber hatte sich durch die Abwehr gemogelt, spitzelte vor Schlussmann Sergius Moor den Ball zum 0:1 ins Tor – ganze 16 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt gespielt.

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Wer glaubte, dass sich dieser Blitzstart positiv aufs Spiel auswirken sollte, sah sich schnell getäuscht. Beide Mannschaften boten viel Stückwerk und Stockfehler. Halbwegs erwähnenswerte Chancen, den Ball in Richtung gegnerisches Tor zu bugsieren, ergaben sich meist aus Standards wie Ecken und Freistößen. Allerdings wurden diese Möglichkeiten auf beiden Seiten meist kläglich vergeben.

Vermeintlich sicherer Vorsprung: Per Kopfball hatte Spielführer Patrick Merz (Nr. 5) die 2:0-Führung für den FC RW Weilheim noch vor der Pause erzielt. In der Schlussphase gelang dem FC Schlüchttal aber doch noch der verdiente Ausgleich im Derby.
Vermeintlich sicherer Vorsprung: Per Kopfball hatte Spielführer Patrick Merz (Nr. 5) die 2:0-Führung für den FC RW Weilheim noch vor der Pause erzielt. In der Schlussphase gelang dem FC Schlüchttal aber doch noch der verdiente Ausgleich im Derby. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Als die fünfte Nachspielminute vor dem Seitenwechsel schon angebrochen war, schlug Michael Emmerich eine Freistoß vors Tor der Gastgeber. Abwehrchef Patrick Merz war mit aufgerückt, stieg am höchsten und lenkte den Ball per Kopf zum 2:0 ins Tor.

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Den scheinbar klaren Vorsprung verteidigten die Gäste nach der Pause über weite Strecken erfolgreich. Allerdings mussten sie das ab der 54. Minute mit nur noch neun Feldspieler bewerkstelligen. Zudem verletzten sich Benno Huber, Fabian Wagner und Felix Walde: „Das ging an die Substanz. Die Jungs waren hinten raus platt“, so Trainer Michael Seifert nach dem Schlusspfiff.

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Statt der dringend benötigten drei Punkte fuhren die Weilheimer am Ende mit nur einem Zähler zurück ins Tal. „Das hat sich abgezeichnet“, wusste FCS-Trainer Roberto Wenzler: „Wir waren nach dem Wechsel deutlich überlegen, haben aber nicht ins Tor getroffen.“ Nah dran war Marius Thoma, der zuletzt beim 5:0 in Tiengen noch mit drei Treffern geglänzt hatte, und dieses Mal nur die Latte anvisierte.

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Erst in der Nachspielzeit knackte der FC Schlüchttal den Widerstand, wendete eine erneute Heimpleite ab. Marvin Kalt deutete in der Nachspielzeit mit seinen Saisontoren fünf und sechs an, dass er so langsam zur alten Klasse zurück findet. Für Roberto Wenzler war es unterm Strich zu wenig: „Natürlich ist man glücklich, wenn der Ausgleich so spät gelingt. Aber angesichts der zweiten Hälfte müssen wir dieses Spiel klar gewinnen.“

FC Schlüchttal – FC RW Weilheim 2:2 (0:2). – Tore: 0:1 (1.) Huber; 0:2 (45.+5) Merz; 1:2 (90.+1) und 2:2 (90.+5) beide M. Kalt. – SR: Mirco Radtke (Schopfheim). – Z.: 180. – Bes.: GR für Schildknecht (RWW/54.).

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