In den aktuell für den Kulturbetrieb ausgesprochen schwierigen Zeiten hat der künstlerische Leiter der Internationalen Domkonzerte, Bernhard Marx, eine erfreuliche Nachricht zu bieten. Die Orgelkonzerte im Juli und August können wie gewohnt stattfinden. Es wurde eine Lösung gefunden, die Hygieneregeln bei den Veranstaltungen einzuhalten. Die geplanten Chorkonzerte allerdings fallen aus. Für sie besteht derzeit von Amts wegen noch keine Freigabe.

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„Wir hatten kurzfristig daran gedacht, die Orgelkonzerte per Video auf den Domplatz zu übertragen“, erklärt Marx. Technisch wäre das sicherlich kein großes Problem gewesen. Allerdings hätte auch dort, wie im Dom selbst, gegolten, dass maximal 99 Besucher erlaubt gewesen wären. Außerdem ist gerade die Orgel, so Marx, ein Instrument, dessen Komponisten gerne auch mit dem Raumklang spielen, was bei einer Übertragung nur sehr begrenzt wirksam werden kann.

Orgelkonzerte finden zweimal statt

„Nun haben wir die Lösung gefunden, jedes Konzert zweimal hintereinander stattfinden zu lassen, an acht Dienstagen, jeweils um 17.15 Uhr und um 20.15 Uhr“, verrät Marx weiter. Die Organisten hätten auch alle gleich zugestimmt, und in der Hoffnung auf einen großen Besucherandrang im Sommer im Südschwarzwald sei er guten Mutes, finanziell damit einigermaßen über die Runden zu kommen. Immerhin stünden dem finanziellen Ausfall durch die Absage der beliebten Chorkonzerte ja auch geringere Kosten bei der Auszahlung von Gagen gegenüber.

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Aufgrund des auf 99 Personen limitierten Besucherkontingentes pro Konzert haben sich die Organisatoren in diesem Jahr dazu entschlossen, einen Vorverkauf zu veranlassen und feste Eintrittspreise vorzuschreiben. Zudem müssen für jedes Konzert die schon sattsam bekannten Listen geführt werden, um im Zweifelsfall bei Coronaverdacht alle Anwesenden identifizieren und kontaktieren zu können.

„Nach jedem Konzert, also auch zwischen den beiden jeweils an einem Tag stattfindenden, müssen alle Sitzplätze desinfiziert werden, das ist ein enormer zusätzlicher Aufwand“, meint Marx ergänzend. Dagegen habe er die Werbung deutlich heruntergefahren.

So gebe es diesmal außer dem obligatorischen Programmflyer nur wenige große Plakate. Anfang und Schluss der Reihe bestreiten wie gewohnt Domorganistin Eiko Maria Yoshimura und Bernhard Marx selbst, dazwischen treten wieder einige namhafte Organisten großer Kirchen aus dem ganzen europäischen Raum auf. Und ebenfalls wie gewohnt wird die Orgelmusik der Romantik neben Barock und Moderne einen großen Anteil in den Programmen einnehmen, sind doch die exquisite St. Blasier Orgel sowie die opulente Akustik des Doms mit seinem langen Nachhall geradezu prädestiniert für die Interpretation dieser Werke.

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