Ein Großprojekt läuft, das andere ist ein seit vielen Jahren gehegter Wunsch: Über die Kindergartenerweiterung und das Langzeitthema Sport- und Mehrzweckhalle bei der Fürstabt-Gerbert-Schule hat sich die Parlamentarische Staatssekretärin und SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter in St. Blasien informieren lassen. Gerade für die Halle erhoffe sich die Stadt die Unterstützung der Bundestagsabgeordneten, sagte Bürgermeister Adrian Probst.

Das könnte Sie auch interessieren

Finanziell scheint der Bau der Sport- und Mehrzweckhalle derzeit eine Nummer zu groß für die Stadt St. Blasien zu sein. Doch Probst hofft auf ein Förderprogramm des Bundes, mit dem die Sanierung und der Neubau von Sportstätten unterstützt werden sollen – 600 Millionen Euro sollen in dem Topf liegen, sagte der Bürgermeister. „Ohne dieses Programm ist eine Halle völlig ausgeschlossen“, hatte Probst im Gespräch mit dieser Zeitung gesagt.

Das könnte Sie auch interessieren

Und als Rita Schwarzelühr-Sutter ihren Besuch angesagt hatte, um sich über den Kindergartenbau, der aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ Fördermittel erhält, erweiterte Probst das Programm, um für die Halle zu werben. Denn, so der Bürgermeister, beim Sportstättenförderprogramm „Goldener Plan“ haben Bundestagsabgeordnete entscheidend mitzureden – einige der Volksvertreter sitzen in der Jury. Die Situation ist schon seit vielen Jahren schwierig: Die kleine Turnhalle der Fürstabt-Gerbert-Schule reicht für den Sportunterricht nicht aus, viele Schüler müssen regelmäßig nach Häusern gefahren werden, damit sie dort im Kur- und Sporthaus ihren Sportunterricht erhalten, erläutert Probst.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit einem Architektenwettbewerb hatte die Stadt einen Wunschentwurf für eine Dreifeldsporthalle ermittelt, die auch als Veranstaltungsort dienen würde. Doch die Voraussetzungen, so ein Projekt umzusetzen, sind ungünstig, sagte der Bürgermeister. Der Bau würde viele Millionen Euro verschlingen. Ein Grund ist der felsige Untergrund. Ein vergleichbares Gebäude würde in der Rheinebene viel weniger Kosten, weil die Rahmenbedingungen deutlich günstiger wären, so Probst.

Die Halle, ob sie nun auch als Mehrzweckhalle oder in einer abgespeckten Version verwirklicht werden sollte, „ist kein Wunschprojekt, sondern eine absolut notwendige Infrastruktureinrichtung“ für die Stadt und die umliegenden Kommunen, so Probst. Die Notwendigkeit des Projekts sehe sie auch, sagte die Bundestagsabgeordnete. Jetzt werde bald die Bewerbungszeit beginnen. Klar sei, dass der Förderbedarf in dem Bereich enorm ist, sagte Schwarzelühr-Sutter.

Sie hoffe auch, dass Fördergelder aus dem Bundesprogramm auch in ihren Wahlkreis, zu dem St. Blasien gehört, fließen. Die Antragsunterlagen seien fast fertiggestellt, erwiderte Adrian Probst. Lieber werde die Halle ein Jahr später, dann aber mit finanzieller Sicherheit gebaut. Auf alle Fälle hoffe er, dass die Förderung nicht an zu viele Bedingungen geknüpft werde. Die Schule sei über St. Blasien hinaus wichtig. Deshalb „bleiben wir optimistisch im Sinne der Schüler der Region“, sagte der Bürgermeister.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €