Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter den Mitgliedern des Fördervereins Sanagarten. In der Hauptversammlung stellte Dietmar Bader, Fachplaner für Steinrestaurierung, das Sanierungsvorhaben vor, für das man rund 1,8 Millionen Euro aufwenden muss. Ein Förderantrag wurde inzwischen gestellt, man ist auf der Suche nach weiteren Fördertöpfen und Sponsoren. Der Baubeginn ist für 2021 ins Auge gefasst. 

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Über großen Zulauf im vergangenen Jahr berichtete der Vorsitzende des Fördervereins Christoph von Ascheraden. Mit derzeit 129 Mitgliedern zählt der Verein 22 Mitglieder mehr als im Vorjahr. Viel Arbeit hatten die „Sanagärtner“ auch in diesem Jahr. Bei Wind und Wetter waren sie im Einsatz, um den Sanagarten in Schuss zu halten. An Veranstaltungen in der Anlage standen das Jazz-Event der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, das Café International und der Künstlerabend im Rahmen des Bildhauersymposiums an. Erstmals war man auch beim Tag des offenen Denkmals dabei.

Viele Schäden am Mauerwerk

Eine große Rolle spielt die geplante Sanierung der Anlage. Fachplaner Dietmar Bader und Ingenieur Hans-Jörg Meier hatten die Schäden am Mauerwerk kartiert, mehrere tausend Schäden wurden festgestellt. Ein entsprechendes Gutachten liegt inzwischen vor. Das Problem: Wasser dringt von hinten in die Mauern ein, die Folge sind Risse, Hohlstellen und weitere Beschädigungen. Als erforderliche Maßnahmen nannte Bader das Freilegen der Mauern, um die Rückwände abdichten zu können, und das Schließen der Risse. Ein bedeutender Aufwand, die Arbeiten werden sich über mehrere Jahre – Bader sprach von drei bis sechs Jahren – hinziehen.

Hoffnung auf Förderung

Die Kosten bezifferte der Fachplaner auf rund 1,8 Millionen Euro, wobei die Baukosten mit 1,6 Millionen und die Kosten für Planung und Vorplanung mit 200.000 Euro zu Buche schlagen. Man rechnet damit, dass das Projekt vom Land mit 350.000 Euro gefördert wird. Auch die Stadt, Eigentümerin des Sanagartens, wird sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an dem Vorhaben beteiligen, die Kosten sollen in den Haushalten der kommenden Jahre berücksichtigt werden. Um weitere Fördermöglichkeiten will man sich bemühen, unter anderem bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

Verkauf von Bausteinen angedacht

Eine große Rolle werden zudem Sponsoren spielen, Firmen in der Region sollen angesprochen werden. Und auch eine breitgestreute Werbekampagne, etwa mit dem Verkauf von „Bausteinen“, ist angedacht. Geplant ist in den kommenden Monaten die Erstellung einer Broschüre mit Informationen über die Geschichte des Sanagartens, die aktuelle Situation und die Perspektive. Darüber hinaus stehen die üblichen Arbeiten im Sanagarten an, über weitere Helfer würde man sich freuen. Auch das Café International und der Künstlerabend im Rahmen des Bildhauersymposiums stehen im Terminkalender. Ins Auge gefasst wird darüber hinaus ein Open-Air-Kino und eine Schneebar. Sitzungsteilnehmer regten zudem an, einen Imgageclip zu erstellen, mit dem digitale Medien bespielt werden können.