Nun soll es bald losgehen mit der Neugestaltung des Rheinuferwegs. Der Gemeinderat befasste sich am Mittwoch mit sehr konkreten Lösungen für die Umgestaltung des Areals. Bisher waren bereits die Grundzüge beraten und ausgewählt worden. Ausgangspunkt war die Einbeziehung der Rheinufer von Basel bis Bad Säckingen in die Projekte der Internationalen Bauausstellung Basel 2020. Dafür stehen Fördermittel bereit, so dass auf gesamter Länge Wege und Anlagen am Fluss verbessert werden können.

Kosten nicht höher als 80000 Euro

Um Fördermittel zu erhalten, dürfen in Schwörstadt die Projektkosten 80 000 Euro nicht überschreiten, das ist die Vorgabe. Nachdem in früheren Beratungen die Schwerpunkte so beschlossen wurden, befasste sich das Büro GaLaPlan mit der konkreten Ausgestaltung. Matthias Klauser trug die Entwürfe vor.

Anlage eines Spielgeländes

Schwerpunkt ist zunächst die Anlage eines Spielgeländes im Bereich des Regenüberlaufbeckens, direkt an der Kurve der Eisenbahnstraße. Mit mehreren Geräten wie einer kleinen Hängebrücke und einem Spielschiff sollen Kinder Gelegenheit zu phantasievollem Spiel erhalten. Auch Hangstufen am Regenbecken können eingebaut werden. Derzeit ist es sogar möglich, über den Hang auf das Dach des Pumpenhäuschens zu klettern, von wo dann auf der Nordseite Absturzgefahr besteht. Gemeinderat Jörg Schmidt wies darauf hin.

Grillplatz neu anlegen

Der Zweckverband Abwasserwirtschaft wird aber sein Gebäude abgrenzen, so dass „Falschklettern“ nicht mehr möglich ist. In der Diskussion kam auch der Einwand, hier nicht zu viele Spielgeräte aufzustellen, denn wenn in der Nähe das neue Wohngebiet am Rhein entsteht, wird dort ebenfalls ein Spielplatz angelegt. Der jetzt vorhandene Grillplatz soll laut Entwurf neu angelegt werden, um ihn besser zu ordnen. Das Planungsbüro schlug dazu auch einen Unterstand vor, in dem Brennholz abgelegt werden kann.

Einheitliche Beschilderung

Rebecca Eckert sah die Gefahr, dass dies von Randalierern als Feuerstätte im wahrsten Sinne des Wortes angesehen werden könnte. Diesem Gedanken schlossen sich die anderen Gemeinderäte an und lehnten es ab, diesen Unterstand aufzustellen. „Wer zum Grillen kommt, bringt seine Holzkohle mit“, meinte Jörg Schmidt. Zum gesamten Rheinuferweg extended gehört auch einheitliche Beschilderung, Symbol ist ein stilisiertes Herz auf blauem Grund.

Neue Flachwasserstelle

Außerdem sollen Informationstafeln und Wegweiser aufgestellt werden. Zur Ausgestaltung des Weges gehören auch Mülleimer, alle Gemeinderäte sprachen sich dafür aus. Etwas weiter westlich, noch vor dem Schwimmbad sieht der Planer eine neue Flachwasserstelle vor. Dort werden Besucher die Gelegenheit finden, ihre Füße ins Wasser zu hängen, Kleinkinder könnten spielen.

Weil damit zu rechnen ist, dass an diesen Stellen auch Schwimmer den Rhein verlassen möchten, können dort Trittsteine im Flachwasserbereich des Flusses abgelegt werden. Diese sollten möglichst weit ausgelegt werden, meinte Stefan Frank, damit sie auch bei Niedrigwasser ihren Zweck erfüllen.

Bewilligte Kosten bisher bei 40000 Euro

Damit niemand beim Hineingehen plötzlich vom Flach- ins Tiefwasser fällt, soll dieser Bruch im Boden mit einer markanten Stange gekennzeichnet werden. Die bisher bewilligten Kosten liegen bei knapp 40 000 Euro, so dass noch weitere Arbeiten beschlossen werden können.

Die Gemeinderatssitzung war dieses Mal von zahlreichen Bürgern besucht, die bei den bevorstehenden Kommunalwahlen selbst kandidieren. Sie wollten sich informieren und ein eigenes Bild davon machen, wie die Sitzungen ablaufen.