Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Rheinfelden ist eine spannende Einrichtung. Auf Initiative des SPD-Ortsverein Rheinfelden begaben sich Genossen und Mitarbeiter der Städtischen Wohnbau mit dem Fahrrad auf eine interessante „Wohnungstour“ durch Rheinfelden. Es war eine überaus informative und anschauliche Ausfahrt, vorbei an der Bandbreite städtischer Wohnungen. Themen wie knapper Wohnraum, bezahlbare Mieten oder Energieversorgung lagen dabei auf der Hand.

Karin Paulsen-Zenke verdeutlichte, dass die Bandbreite jener Mieter, die bedient werden wollen und müssen, sowie die Bandbreite der zur Verfügung gestellten Wohnungen von großer Wichtigkeit für die Sozialdemokraten seien. Sie weiß, dass die Wohnbau ihre Aufgabe sehr gut macht: „Ohne Städtische Wohnbau würde die Stadt schlecht dastehen.“ Das Thema Wohnen genieße einen hohen Stellenwert und sei im Gemeinderat der Stadt Rheinfelden ein wichtiges Dauerthema.

Markus Schwamm, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft, führte die Genossen durch das Quartier Römerstraße, das eine Mischung aus geförderten und frei finanzierten Wohnungen ist. Das Quartier ist mit 150 Neu- und 350 Altbauten ein Investitionsschwerpunkt. Es ist das erste Wohnquartier, das klimaneutral angeboten wird; die beiden neuen Gebäude sind im Energieeffizienzstand KfW 55 konzipiert.

Zum Quartier Römerstraße, gleich um die Ecke, gehören zudem zwölf weitere öffentlich geförderte Wohnungen. Es sind kleine Einheiten. Denn „der Trend geht weg von der klassischen Familienwohnung“, sagte Schwamm. Der Wohnbau sei es ein Anliegen, dass jede Adresse für jeden eine „gleich gute Adresse“ ist. Schwamm spricht in diesem Zusammenhang von einer guten Durchmischung, in keinem Wohnquartier habe man soziale Brennpunkte: „Wir haben in Rheinfelden sehr gute Bedingungen.“

Baustellen-Stimmung kam im Herbert-King-Park auf, wo das Neubauprojekt „Wohnen am Park“ gut voranschreitet. 40 frei finanzierte Mietwohnungen in unterschiedlicher Größe errichtet die Wohnbau, im nächsten Frühjahr sollen sie bezugsfertig sein. Projektleiter Thomas Schweiger führte die Sozialdemokraten in einzelne Wohnungen des Rohbaus, das Wohnprojekt ist in Kooperation mit dem Bürgerheim. Für ältere Bewohner bedeutet das einen Mehrwert, denn es werden Serviceleistungen, wie Notrufsystem und ambulante Pflege, durch das Bürgerheim und ambulante Pflegedienste angeboten. Zu den Mietpreisen im „Wohnen am Park“ kann Markus Schwamm noch keine Zahlen nennen; diese würden sich am Markt bewegen.

Anschließend ging es in den Ortsteil Warmbach, wo die Städtische Wohnbau 400 Wohnungen ihr Eigen nennt. Es handelt sich um besonders günstige Wohnungen, beim Mietpreis für den Quadratmeter steht, so Schwamm, eine Vier vor dem Komma. In Warmbach dominieren energetische Themen, in die Substanz der 1953/54 gebauten Mehrfamilienhäuser wird nicht eingegriffen. „Hier ist unsere Herzkammer. Die Menschen fühlen sich wohl und wir möchten an unseren Kunden dran bleiben“, verdeutlichte Schwamm.

Die stetige Modernisierung des Bestands zähle zu den Kernaufgaben. „Wir versuchen, in allen Teilen zu investieren. An und in bestehenden Gebäuden etwas zu machen, ist Königsdisziplin. Es ist ein politisches Kalkül, immer gleichgewichtig zu sein“, so Schwamm. Bei vier bis sechs Millionen Euro lagen die Investitionskosten im vergangenen Jahr. Trotz der Lieferengpässe in der Bauwirtschaft, kann sich die Städtische Wohnbau nicht beklagen: „Alle Baustellen sind im Termin, es läuft gut, wir haben keine Baustopps und keine wesentlichen Baukostensteigerungen.“ Den Grund sieht er auch darin, dass die Wohnbau fast vollständig mit regionalen Firmen zusammenarbeitet.