Ungewohnt viel Schnee ist am Wochenende in Rheinfelden gefallen. Der Winterdienst hat geräumt, dennoch gab es in den sozialen Medien Kritik, dass Straßen in Wohngebieten am Freitag nicht rechtzeitig geräumt worden seien, oder dass Schnee von der Straße auf die Gehwege geräumt wurde. „Solche Beschwerden gibt es immer und überall“, sagt Siegfried von Au, Leiter der Technischen Dienste. Der Winterdienst sei gut aufgestellt und nicht von Einsparungen betroffen.

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Der Winterdienst sei Teil der Verkehrssicherung, an Ausstattung oder Personal sei in den vergangenen Jahren nicht gespart worden, so von Au. „Wir haben unseren Fahrzeugpark modern gehalten und immer wieder investiert. Technisch sind wir gut ausgestattet.“ Auch das Personal sei nicht reduziert worden. Bei so starkem Schneefall wie am Wochenende sei der Winterdienst aber einfach nicht in der Lage, alle Straßen auf einmal zu räumen. „Damit muss man im Winter leben“, sagt von Au.

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Ob es nun im coronabedingt sparsamen Haushalt Kürzungen der Standards etwa bei der Straßenreinigung oder der Mülleinsammlung geben wird, das müsse der Gemeinderat entscheiden. Der Winterdienst am Wochenende jedenfalls sei problemfrei gelaufen, sagt Einsatzleiter Hans-Georg Bruttel. „Es war etwas mehr Schnee als sonst, aber der Einsatz lief normal ab.“

Das Team aus 16 Mitarbeitern plus Einsatzleiter habe morgens um 4 Uhr angefangen, sodass man bei wenig Verkehr gut durchgekommen sei, so Bruttel. Am Freitag habe der Winterdienst vor allem Schnee von den Straßen geräumt, am Samstag habe auch Salz gestreut werden müssen, weil es glatt wurde. Am Sonntag gab es wieder neuen Pulverschnee, der weggeschoben wurde, außerdem habe der Dienst auf Radwegen Granulat gestreut.

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Einzelne Beschwerden von Passanten habe es zwar gegeben, insgesamt seien die Reaktionen aber überwiegend positiv gewesen. „Viele haben sich bei uns bedankt.“ Dass das Team drei Tage in Folge im Einsatz war, sei schon eine Herausforderung gewesen – aber im vergangenen Winter sei schließlich gar kein Winterdienst gebraucht worden. Man sei auch für große Schneemengen gut gerüstet.

Nun würden heruntergefallene Äste aufgeräumt, im Stadtgebiet und etwa im Kindergarten Arche Noah in Nollingen. Zudem seien am Montag die Straße zwischen Degerfelden und Eichsel sowie die Wannengasse wegen drohenden Schneebruchs noch gesperrt. „Dank unserer Baumpflege hat sich der Schneebruch aber in Grenzen gehalten“, sagt Bruttel.