Die Stadt hat einen neuen Wirtschaftsförderer: Zum 1. Mai hat der 46-jährige Michael Meier aus Auggen die Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung GmbH (WST) übernommen. Der Volkswirt hat Erfahrung in der kommunalen Wirtschaftsförderung und im Tourismus. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt zeigte sich beim Termin mit der Presse froh, dass die Stelle zeitnah besetzt werden konnte.

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Meiers Vorgänger, Elmar Wendland, hatte als erster Geschäftsführer die WST sieben Jahre lang aufgebaut und im März die Stadt aus persönlichen Gründen verlassen. Unter 13 Bewerbern hat sich dann Michael Meier durchgesetzt. „Es passt wirklich alles“, so OB Eberhardt, Meier bringe Erfahrungen mit sowohl in einer Verwaltung als auch in einer GmbH.

Noch gibt‘s jede Menge Platz im Gewerbegebiet Einhäge in Herten. Das soll der neue Wirtschaftsförderer ändern.
Noch gibt‘s jede Menge Platz im Gewerbegebiet Einhäge in Herten. Das soll der neue Wirtschaftsförderer ändern. | Bild: Verena Pichler

Damit entsprächen ihm die Aufgaben, aber auch die Struktur der WST, eine Tochter der Stadt, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft und der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden. Mit insgesamt sechs Köpfen soll die WST den Wirtschaftsstandort Rheinfelden weiterentwickeln, die Stadt vermarkten und den Tourismus fördern, mögliche Förderungen ausmachen und auch ganz konkrete Projekte umsetzen. „Gleichzeitig kann man es nicht jedem recht machen, als Wirtschaftsförderer ist man auch von politischen Entscheidungen abhängig“, so Eberhardt.

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Der Aufgabe gewachsen sieht sich Michael Meier dennoch. Der gebürtige Auggener hat in Freiburg Volkswirtschaftslehre studiert. Fünf Jahre lang hat er die Stabsstelle Wirtschaftsförderung bei der Stadt Leonberg geleitet, zuletzt war er acht Jahre Geschäftsführer der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH, die vor allem fürs Marketing rund um den Kaiserstühler Wein zuständig ist. Vor diesem Hintergrund habe er sich „berufen“ gefühlt für die Stelle in Rheinfelden – zumal es ihm auch wichtig sei, in seiner südbadischen Heimat zu bleiben. Ob er und seine Frau an den Hochrhein umziehen werden, sei noch nicht klar, so Meier.

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Bei der WST werde er den Schwerpunkt auf die Bestandspflege legen, „Ansprechpartner und Bindeglied zwischen Unternehmen und der Verwaltung sein“, und die Gewerbegebiete Einhäge und Sengern voranbringen. Bei der Einhäge, ergänzte der OB, sei man gerade im Vergabeverfahren zweier städtischer Grundstücke an zwei Unternehmen. „Ein Großteil der Fläche ist aber in Privatbesitz.“ Sobald die Pandemie die Wirtschaft nicht mehr so belaste, werde man erneut Gespräche mit den Eigentümern führen. „Die Stadt hat für die Erschließung schließlich viel investiert.“

Start in der Krise

Dass Michael Meier mitten im Krisenmodus startet, dafür „kann keiner was“, so der OB. Aber: „Wirtschaftsförderung ist gerade jetzt extrem wichtig.“ Die Gastronomie werde Unterstützung brauchen, der Einzelhandel leide – „da gilt es, dass ein fragiles System nicht weiter auseinander bricht“. Auch Meier betonte, für die Wirtschaft sei es wichtig, nach dem Lockdown „einen guten Ansprechpartner“ zu haben.

Wie er den konkret helfen will, dafür müsse er sich aber erst ein besseres Bild machen. Themen stehen dafür genug auf seiner Liste, neben der Innenstadt auch die Friedrichstraße, das Projekt der Ultraeffizienz, die Einkaufsplattform – und nicht zuletzt das Stadtjubiläum.