Pulsierendes Leben mitten im Wald. Vor wenigen Tagen drehte sich alles um die Dreikäsehochs und den neuen Waldkindergarten der Stadt in Nordschwaben. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, Ortsvorsteher Sven Kuhlmann und Geschäftsführerin Asha Scherbach vom Betreiber SensAbility Academy (Obertshausen) eröffneten Rheinfeldens ersten Waldkindergarten „Die bunten Vielfalter“.

Es war ein schönes Fest, zu dem sich eine große Runde – Gemeinde- und Ortschaftsräte, Verwaltungsmitarbeiter, Erzieher samt Eltern – einfand. „Liebe Kinder, herzlich willkommen“, begrüßte ein sichtlich begeisterter Oberbürgermeister die jungen Gäste, um dann zu fragen: „Was gefällt euch am besten im Waldkindergarten?“ Antwort eines Mädchens: „Buddeln.“

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Eberhardt hob die Einmaligkeit des Waldkindergartens hervor. Er wisse, dass seine Mitarbeiterin Simone Fuchs, das Projekt zwei Jahre mit Empathie und Leidenschaft begleitet hat. Eberhardts Dank galt ihr und allen Beteiligten. Er wisse auch, dass Waldkindergärten besser denn je belegt sind. Zum Standort Nordschwaben sagte er: „Hier ist die geeignete Fläche, ein guter, naturnaher Standort und der Bedarf ist vorhanden. Alle Aspekte des Waldes wurden beachtet, der Ortschaftsrat hat in zweiter Lesung positiv abgestimmt und der Gemeinderat hat mit großer Freude zugestimmt.

Hier ist ein wunderschönes, zusätzliches Betreuungsangebot entstanden. Dieses Beispiel soll Schule machen.“ Der OB sprach zudem davon, so schnell wie möglich einen Naturerlebniskindergarten zu realisieren, um weitere Kinder betreuen zu können, auch im Hinblick auf die Geflüchteten aus der Ukraine. „Hier ist ein wunderschönes Beispiel einer Naturbindung geschaffen. So gewinnt man Verständnis für die Natur, für die Nachhaltigkeit“, sagte der OB.

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„Wir freuen uns, er ist da“, sagte Nordschwabens Ortsvorsteher Sven Kuhlmann. Aus eigener Beobachtung weiß er, dass seit dem Bau vor wenigen Wochen Sternenwanderungen stattfinden, dass Spaziergänger von den umliegenden Gemeinden den Weg zum Waldkindergarten finden. Kuhlmann ist es wichtig, die städtische Einrichtung ins Dorfleben einzubeziehen, zum Beispiel über die Kopfweidenpflege im naheliegenden Biotop. Waldpädagogin Asha Scherbach sprach explizit an Förster Thomas Hirner ein Dankeschön aus: „Bei ihm fühlen wir uns in guten Händen, zu ihm besteht eine tolle Verbindung“. Mit einem Kunstwerk ist Holger Rübsam, alias „Rübe“, gekommen. Der Nordschwabener Holzkünstler hat passend zum Namen des Waldkindergartens einen Vielfalter geschnitzt, den die Kinder bemalen sollen.