Die Vollsperrung des Riedmattenhöhlenwegs und ein Hangrutsch sind Themen, die die Menschen in Karsau derzeit beschäftigen. Ortsvorsteher Jürgen Räuber informierte sein Gremium in der Ortschaftsratssitzung am Dienstagabend über die aktuelle Situation.

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Laut Räuber laufe bei Starkregen im Bereich Neuland und Burstel immer wieder Wasser abwärts, was dazu führe, dass ein Teilstück des Riedmattenhöhlenwegs bis zum Gasthaus Storchen voller Schlamm sei. Beim letzten Starkregen gab es zudem Hangrutsche. Aus diesen Gründen ist der Riedmattenhöhlenweg seit Februar voll gesperrt, was ein Ärgernis für die Bevölkerung ist. „Bauliche Maßnahmen liegen kostenmäßig im Bereich von 120.000 Euro, das ist ein rechter Brocken und dieses Geld ist momentan nirgends“, so der Ortsvorsteher.

Beliebter Verbindungsweg

Der Riedmattenhöhlenweg ist ein beliebter Verbindungsweg von Riedmatt nach Karsau, der am Friedhof vorbeiführt. Räuber hob die Bedürfnisse der Bevölkerung hervor, vor allem ältere Menschen nutzten den Weg, wenn sie Verstorbene auf dem Friedhof besuchten. Durch die Sperrung muss jetzt über den Forstweg und Beuggen gefahren werden. „Die Menschen machen dieses Spiel geduldig mit, aber jetzt ist diese Sperrung nicht mehr zumutbar“, so Räuber. Sein Vorschlag: Die Vollsperrung sollte weg, wenn es trocken ist, und sie sollte nur dann aufgestellt werden, wenn nötig.

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„120.000 Euro für die Hangsicherung, das ist schon ein rechter Betrag“, sagte Uwe Wenk (SPD). „Ich halte es für vernünftig, solange wir keinen Starkregen haben, den Riedmattenhöhlenweg offen zu lassen.“ Er sieht die Ursache für die Probleme in der intensiven Landwirtschaft im oberen Bereich, hier werde die Oberfläche abgeschwemmt. Das landwirtschaftliche Land gehört laut Wenk der Stadt Rheinfelden und ist verpachtet.

Gemeinderat Eckhart Hanser (CDU) sieht es so: „Der Landwirt muss was machen, wir sollten mit ihm reden. Und wir sollten den Autofahrern das Denken nicht ganz abnehmen und ein Schild aufstellen ,Vorsicht bei Starkregen’.“ Hanser, der sich selbst ein Bild vor Ort gemacht hatte, ergänzte: „Ich sehe das mit dem Hangrutsch nicht so dramatisch.“

Unverständnis über Maßnahmen

Dass im unteren Riedmattenhöhlenweg Sträucher und Bäume entfernt wurden, können Gabi Rüsch (SPD) und Pasqual Karasch (Grüne) nicht verstehen. Allzu lange sollte mit Maßnahmen nicht gewartet werden, so ihre Meinung. Beide denken dabei eine Befestigung mit Pflanzen. „Alles abgeholzt, jetzt gibt es folglich mehr Oberflächenwasser. Die hätten lieber ein paar Bäume mehr stehen gelassen“, sagte Jürgen Brombach (CDU).

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Der Ortsvorsteher und die Vertreter aller Fraktionen gaben dem Thema insofern Gewicht, als dass sie aus der Diskussion den Wunsch aufnahmen, dass der Riedmattenhöhlenweg wieder geöffnet werde und diejenigen, die die Abholzung veranlasst haben, in die Pflicht genommen werden. Die Intension des Ortschaftsrates lautet: Auf Verwaltung und Ordnungsamt einwirken, damit die Straßensperrung in den Zeiten aufgehoben wird, in denen es nicht regnet. „Wir stellen bis nach Pfingsten ein Dosier für die Stadtverwaltung zusammen, das Ganze muss nachvollziehbar sein“, sagte Jürgen Räuber abschließend.

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