„Es ist für uns ein Muss, an der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements teilzunehmen“, sagte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt zum Auftakt. Durch das Ehrenamt sei in Rheinfelden ein hohes Maß an Identifikation entstanden. Ehrenamt erstrecke sich mittlerweile über viele Lebensbereiche, wofür der Staat dankbar sein könne, meinte der OB.

Zahlreiche Haupt- und Ehrenamtliche verschiedener Einrichtungen und Vereine waren der Einladung zur Auftaktveranstaltung in den Bürgertreffpunkt gefolgt. Bis zum 22 September nehmen zahlreiche Akteure des Netzwerks Ehrenamt nach dem Motto „Wir sind dabei. Rheinfelden engagiert sich!“ an der Woche teil. „Ich bin immer wieder überrascht, was da jedes Jahr dazu kommt“, meinte Eberhardt.

Zu den Aktionen beim Auftakt gab es auch eine kleine Ausstellung, wo Ehrenamtlichen und Hauptamtliche über die Aktionen informierten. Ein echter Hingucker auf zwei Rädern sei das Engagementvelo, das eine Arbeitsgruppe der Planungswerkstatt vom November 2018 entwickelt hat, lobte Eberhardt.

Ziel war die Gestaltung eines werbewirksamen Fahrrades, das von Engagierten genutzt werden kann. „Ich bin gespannt auf Rhesi“, meinte Eberhardt. Das so getaufte Lastenrad soll Ende der Woche fertig werden. Aus der Planungswerkstatt waren die Arbeitsgruppen „Junges Ehrenamt“ und „60+ Experten“ hervorgegangen. Um Synergien zu nutzen, sollen die beiden AGs zusammengeführt werden und Engagementtandems gebildet werden.

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„Die derzeitige Diskussion bewegt uns sehr“, sagte Eberhardt zur Beteiligung des Netzwerks Ehrenamt mit Unterstützung des Vereins Stadtkino und weiterer örtlicher Einrichtungen am Festival Filme für die Erde. Im Kino Rheinflimmern laufen fünf Nachhaltigkeitsfilme zu umwelt- und klimapolitischen Fragen. „Sich zu treffen ist eine wesentliche Voraussetzung, um ins Gespräch zu kommen“, befand Eberhardt mit Blick auf das Interkulturelle Hoffest vom vergangene Mai.

Plakataktion findet Anklang beim OB

Das haben der Runde Tisch mitgemischt, die Rheinfelder Tafel, Bewohner der Außenstelle des St. Josefshauses in der Kronenstraße, Freiwilligenagentur und das Netzwerk Ehrenamt haben den Tag des Nachbarn im Hof des Bürgertreffpunkts gefeiert. Eberhardt sprach der Plakataktion Gesucht! ein Lob aus, mit der die Freiwilligenagentur gezielt für Vereine, Initiativen oder Projekte Helfer sucht. Um das Ehrenamt zu fördern, wurde von der Engagierten Stadt auch das dritte Banner mit ehrenamtlich tätigen Rheinfeldern fertiggestellt.

Die Teilnehmer führen angeregte Gespräche. Am vorderen Tisch in der Mitte, Bürgermeisterin Diana Stöcker.
Die Teilnehmer führen angeregte Gespräche. Am vorderen Tisch in der Mitte, Bürgermeisterin Diana Stöcker. | Bild: Horatio Gollin

Zudem präsentierte die Engagierte Stadt eine neue Postkartenaktion, um zu zeigen, dass nicht nur Rentner, sondern auch jungen Menschen im Ehrenamt tätig sind. Für die Postkartenaktion hatten sich Teams aus jungen und älteren Ehrenamtlichen von sechs verschiedenen Rheinfelder Vereinen porträtieren lassen. Günther Schmidt vom Quartiersmanagement erklärte, dass die Postkarten bei Aktionen des Netzwerks Ehrenamt sowie in öffentlichen Einrichtungen ausgelegt werden. „Es geht in der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements darum, das Ehrenamt sichtbar zu machen“, sagte Stefanie Franosz von der Freiwilligenagentur. Das Netzwerk Ehrenamt bietet dabei die Plattform.

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Sie freute sich, dass diesmal viele neue Gruppen daran teilnehmen. An 13 Veranstaltungen des bürgerschaftlichen Engagements beteiligen sich mehr als 20 Akteure mit Aktionen, die Türen ihrer Einrichtungen öffnen oder sich am Marktplatz des Ehrenamts am kommenden Samstag vorstellen. „An Engagement und Kreativität mangelt es uns in Rheinfelden nicht“, so Eberhardt. „Im ehrenamtlichen Engagement unserer Vereine stecken Chancen.“