Die Karsauer feiern ihr 750-Jahr-Jubiläum mit vielen Aktionen, die weit über die eigentliche Festwoche hinausgehen, die am heutigen Montag, 7. Oktober, mit einem Handwerkerhock endet. Ein wichtiger Programmpunkt war dabei der offizielle Festakt am Freitagabend in der Sonnenrainhalle.

  • Die Besucher: In der bestuhlten, nicht ganz voll besetzten Sonnenrainhalle, waren viele bekannte Gesichter zu sehen. Laut Ortsvorsteher Jürgen Räuber waren 240 Gäste der Einladung der Ortsverwaltung gefolgt, darunter Bundestagsabgeordnete aus der Region, Vertreter von Verwaltung, Industrie, Handel, Handwerk und Vereinen. Besonders freute sich Räuber über den Ehrengast Werner Brombach. Der Sohn von Franz Brombach berichtete – sehr ausführlich – in sympathischem bayrischem Dialekt davon, wie sein Vater, ein gebürtiger Riedmatter, einst die Privatbrauerei Erdinger Weißbier gründete. Außerdem waren viele Bürger gekommen, so dass um die 500 Gäste den Festabend verfolgten.
Sohn eines bekannten Sohnes Karsaus: Werner Brombach
Sohn eines bekannten Sohnes Karsaus: Werner Brombach | Bild: Elena Borchers
  • Die Redner: Nach der Begrüßung von Räuber, der in kurzen Worten auf Vergangenheit und Zukunft Karsaus einging, übernahm Oberbürgermeister Klaus Eberhardt das Wort. Er lobte zunächst die Leistung aller Helfer, die den Jubiläumsanlass organisiert hatten sowie die „wunderbare“ Ortschronik. Dann ging er auf einige Punkte der Karsauer Geschichte ein, etwa die besondere Ortslage sowie die Bedeutung des 1895 erbauten Flusskraftwerks und die damit einsetzende Industrialisierung. Die eigentliche Festrede hielt die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD). Die gebürtige Waldshuterin nannte als verbindendes Element mit Karsau den Rhein und politisch den Dinkelberg. Sie setzte den Schwerpunkt auf die Menschen, die, an der Grenze eines Drittstaates, immer nach persönlicher und wirtschaftlicher Freiheit, Unabhängigkeit und Bildung gestrebt hätten und damit auch spiegelbildlich für die Entwicklung Europas stünden. Weitere Grußworte sprachen CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, der Grüne-Bundestagsabgeordnete Gerhard Zickenheiner, CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller, Regierungsrat Ulrich Hoehler und die Schwörstädter Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat.
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  • Die Geehrten: Klaus Eberhardt nutzte den Anlass, um vier verdienten Bürgern die Landesehrennadel Baden-Württemberg zu überreichen. Geehrt wurden Hannelore Schweizer, Herbert Herzog, Hubert Pfister und Joachim Molin für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement in Karsau. Schweizer war unter anderem mehr als 26 Jahre lang Vorsitzende der Frauengemeinschaft Sankt Elisabeth Beuggen Karsau, ist im Pfarrgemeinderat St. Michael aktiv und vertritt die Pfarrgemeinde in der Sozialstation Rheinfelden. Herbert Herzog war viele Jahre lang Vorsitzender des MV Karsau und betreut bis heute die Homepage des Vereins. Außerdem ist er Abteilungsleiter der Herzsportgruppe Rheinfelden-Grenzach-Wyhlen. Joachim Molin, ein „Karsauer Urgestein“ (Klaus Eberhardt), ist seit 1955 Sänger des Kirchenchors Karsau-Beuggen, war viele Jahre dessen Vorsitzender, engagiert sich in der Kirche und ist Mitglied im Perukreis. Ebenfalls aktiv im Musikverein Karsau ist seit vielen Jahren Hubert Pfister, unter anderem als Schriftführer und Kassierer.
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  • Das Rahmenprogramm: Durch den Abend führte Gabriela Rüsch. Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten der Musikverein Karsau, die Sänger des katholischen Kirchenchors Karsau-Beuggen sowie des Gesangvereins Eintracht Karsau. Nicht nur etwas für die Ohren, sondern auch für die Augen boten vier Hip-Hop-Gruppen mit Tanzschülern und -lehrern des Tanzcenters „Just Dance. Mitglieder des Elferrats Karsau sorgten dafür, dass die Gäste nicht hungrig und durstig blieben, und verteilten Getränke und Häppchen.