Adelhausen – Der Breitbandausbau auf dem Dinkelberg geht voran. Am Donnerstag kamen Vertreter des Zweckverbands Breitbandversorgung des Landkreises, des Tiefbauamts, der Planungsfirma Regiodata und der für den Ortsteil beauftragten Baufirma zusammen, um die neu beginnenden Arbeiten in Adelhausen und die Fortschritte auf dem restlichen Dinkelberg ausführlich zu besprechen.

Zuerst kommen die unversorgten Orte

Paul Kempf vom Zweckverband skizzierte den Dinkelbergausbau. Aufgabe der Einrichtung des Landkreises ist, zuerst unterversorgte Orte mit schnellem Internet über Glasfaserkabel anzuschließen. „Auf dem Dinkelberg sind alle Orte unterversorgt“, sagte er. Darum wurde seit Oktober 2017 vom Knotenpunkt in Höllstein aus das Backbonenetz auf den Dinkelberg verlegt. Häuser, die direkt an dieser Zentralleitung lagen, wurden bereits angeschlossen.

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Die Gesamtlänge beträgt 50,4 Kilometer

Die Backboneleitungen, die von Höllstein nach Hüsingen, Adelhausen, Eichsel und Minseln sowie mit einer Sonderleitung nach Nordschwaben verlaufen, sind alleine 15,1 Kilometer lang. Die Gesamttrassenlänge der Ortsnetze auf dem Dinkelberg mit 1300 Hausanschlüssen beträgt 50,4 Kilometer.

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Zwei Drittel des Weges sind schon geschafft

„Insgesamt sind das 65 Kilometer, die wir den Dinkelberg umgraben“, sagte Kempf. Davon seien bisher 40 Kilometer geschafft, also etwa zwei Drittel. Dafür sind sieben Baufirmen im Einsatz. „Das größte Problem beim Bau und auch beim Einziehen der Glasfaserleitungen sind die Arbeitskapazitäten“, so Kempf. Er habe immer fünf bis sechs Kolonnen auf dem Dinkelberg beschäftigt. Diese Arbeiten fänden zudem immer in Absprache statt mit Energie- und Wasserversorgung und der Tiefbauabteilung der Stadt.

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Stadtverwaltung ist stark involviert

Auch Amtsleiter Tobias Obert betonte, dass die Stadtverwaltung sehr stark involviert sei. Auch würden etwa Gehwegmaßnahmen mit den Arbeiten des Zweckverbands verbunden. Die Baufirmen würden auch unter der Erde einige Mängel finden, die die Verwaltung direkt beheben könne. Kempf: „Etwa die Hälfte der Tiefbaumaßnahmen wird mit anderen Vorhaben koordiniert ausgeführt.“

Dritte Ausbauphase in Adelhausen

In Adelhausen beginnt nun die dritte Ausbauphase. Nach der Backboneverlegung durchs Dorf mit Anschluss von 50 Häusern kam der Bereich Juchstraße mit 25 Anschlüssen dran. Nach einer Pause geht es jetzt mit dem Ausbau der gesamten restlichen Ortschaft los, wobei bis Ende Februar etwa 120 Hausanschlüsse gelegt werden sollen. Die Anbindung von Ottwangen startet im November. Während noch an neuen Anschlüssen gegraben wird, werden parallel ab Oktober bei den bereits gelegten Hausanschlüssen die Glasfaserkabel eingezogen. Ab Ende Februar kommt dann der Rest des Orts samt Ottwangen dran.

1300 Anschlüsse auf dem Dinkelberg

Insgesamt werden in Adelhausen wohl 230 Anschlüsse zusammenkommen, in Minseln 500, 270 in Eichsel und 123 in Nordschwaben, wo fast jeder Haushalt mitmacht. Insgesamt ist die Anschlussquote auf dem Dinkelberg mit 1300 Anschlüssen bei 75 Prozent, drei von vier Häusern kommen ans Glaskabel. Der rechnerische Rest zu den 1300 Anschlüssen ergibt sich aus 190 Anschlüssen in Hüsingen, das als Steinener Ortsteil vom Zweckverband in dieser Maßnahme mitversorgt wird.

Die Maßnahme kostet rund 8,5 Millionen Euro

Die gesamte Maßnahme auf dem Dinkelberg kostet rund 8,5 Millionen Euro, wovon 3,5 Millionen an Landeszuschüssen fließen. Der Rest wird über Eigenanteile der Bürger und die Verpachtung des Netzes an die Anbieter Pyur und Stiegeler finanziert. Die Anbieter werden mit dem Netz in Nordschwaben zuerst in Betrieb gehen, wo der Glasfasereinzug bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Ab Februar oder März werden dort die ersten Haushalte mit Glasfasergeschwindigkeit ins Internet gehen können.

Zum Schluss geht Minseln ans Turbonetz

Im Frühjahr 2020 werden die Anschlüsse entlang der Backbonestrecke auf dem Dinkelberg in Betrieb gehen, der Rest von Eichsel ist fürs zweite Quartal, der Rest von Adelhausen fürs dritte Quartal geplant. Das Minsler Netz soll 2021 vollständig in Betrieb sein. Etwa drei bis sechs Monate vor Inbetriebnahme werden die Anbieter mit ihren Vertriebsmaßnahmen beginnen, so Kempf.