Trotz der Einschränkungen in der Corona-Krise lief die Arbeit in den Gemeindeverwaltungen weiter, wenn auch anderer Form. Gemeinderatssitzungen wurden abgesagt, wichtige Beschlüsse per Eilentscheidung der Bürgermeister oder im Umlaufverfahren gefasst. Nun werden die Rathäuser schrittweise wieder geöffnet, die Gemeinderäte kommen im Mai wieder zusammen. Eingeschränkt arbeitete die Verwaltung in den Gemeinden Höchenschwand, Dachsberg, Ibach und auch in Häusern in den vergangenen Wochen. Mitarbeiter nahmen Urlaub oder bauten Überstunden ab.

Häusern: Gemeinderatssitzung im Kurhaus

„Dennoch sind wir in der schwierigen Zeit bürgernah geblieben und waren für die Einwohner ansprechbar“, sagt Häuserns Rathauschef Thomas Kaiser. Viele Anliegen der Einwohner konnten telefonisch oder digital bearbeitet werden, in dringenden Fällen konnten und können Termine vereinbart werden. Die Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften seien selbstverständlich, Mundschutz werde zur Verfügung gestellt. Gemeinderatssitzungen wurden in den vergangenen Wochen abgesagt, aber: „Es ist nichts angebrannt“, so Kaiser, der keine Eilentscheidungen treffen musste.

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Einige wenige Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren gefasst. Dabei können unter bestimmten Voraussetzung Beschlüsse einfacher Art auch ohne Gemeinderatssitzung gefasst werden. Am 25. Mai tagt der Gemeinderat nun wieder. Angesichts des Interesses zum Anschluss an ein Nahwärmenetz wird das Gremium darüber beraten, ob die Vorhaben Sanierung des Albtalwegs und Anschluss des Gewerbegebietes Oberlehen an das öffentliche Kanalnetz auf 2021 verschoben werden sollen, um die Vorhaben dann gemeinsam durchführen zu können. Wegen dieser Thematik rechnet man mit einer größeren Anzahl von Zuschauern, so dass in Erwägung gezogen wird, die Sitzung im Kur- und Sporthaus abzuhalten, um den nötigen Abstand gewährleisten zu können.

Höchenschwand: Gemeinderat berät über wichtige Angelegenheit

Bereits am kommenden Dienstag tagt der Höchenschwander Gemeinderat wieder, und zwar im großen Saal des Hauses des Gastes. „Auf der Tagesordnung wird eine Angelegenheit stehen, die nicht aufschiebbar ist“, sagt Bürgermeister Sebastian Stiegeler, der in den vergangenen Wochen keine Eilentscheidungen zu treffen hatte. Mundschutz soll für diese Sitzung zur Verfügung gestellt werden.

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In den vergangenen Wochen waren die meisten Mitarbeiter vor Ort, einige im Home-Office tätig. In dringenden Fällen habe man persönliche Termine angeboten, was aber nur selten angenommen worden sei. Alles anders habe man telefonisch oder per E-Mai geregelt. Ab dem kommenden Montag will man versuchen, schrittweise zum Normalbetrieb zurückzukehren. Das Bürgerbüro sei dann zu den üblichen Zeiten geöffnet, aber eine Terminabsprache erforderlich, Mundschutz wird zur Verfügung gestellt.

Dachsberg: Sitzung in der Dachsberghalle

Auch das Dachsberger Rathaus ist derzeit geschlossen, nur in dringenden Angelegenheiten konnten persönliche Termine vereinbart werden. Wenn der vorgeschriebene Abstand nicht eingehalten werden konnte, galt Maskenpflicht. „Für den kommenden Dienstag ist eine Gemeinderatssitzung geplant, die in der Dachsberghalle stattfinden wird“, sagt Bürgermeister Stephan Bücheler. In wichtigen, nicht aufschiebbaren Angelegenheiten habe er Eilentscheidungen treffen müssen, geringfügige Entscheidungen habe der Gemeinderat im Umlaufverfahren getroffen.

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Ibach: Bauleitplanung in der Gemeinderatssitzung

Am 11. Mai kommt auch der Ibacher Gemeinderat in der Gemeindehalle Ibach wieder zusammen. „Hier hat sich einiges angestaut“, sagt Bürgermeister Helmut Kaiser. Daher überlege man, in Kürze gegebenenfalls eine weitere Gemeinderatssitzung einzuberufen. In der Sitzung am 11. Mai wird es unter anderem um Bauleitplanung gehen, kündigte der Rathauschef an. Das Rathaus ist geschlossen, die Vereinbarung von Terminen ist möglich. Man sei bemüht, die Balance zwischen der Einhaltung der Distanz und einer vorsichtigen Öffnung zu wahren, so Kaiser. Die oberste Priorität habe aber die Gesundheit der Menschen, betont er.