Hardy Gutmann vom gleichnamigen Planungsbüro in Heppenschwand hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Sachstandsbericht zum Breitbandausbau in Höchenschwand gegeben. Die Fräsarbeiten für die Verlegung der Leerrohre haben am 24. Oktober begonnen.

Erster Teilabschnitt ist die Verlegung der Rohre von der B 500 bei Oberwesch­negg über Frohnschwand – Alt-Heppenschwand bis zum PoP-Gebäude (Point of Presence = Zentraler Verteilungspunkt für Höchenschwand) am neuen Friedhof in Höchenschwand. Derzeit liegen die Rohre auf dem 250 Meter langen Teilstück entlang der Kreisstraße bis zum Bauernmarkt und vom Haus Rueb in Frohnschwand bis zum Landgasthof „Engel“.

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Gutmann äußerte sich zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten. Er gehe davon aus, dass die bei der Planung errechnete Tagesleistung von 250 Metern nach den ersten Anlaufschwierigkeiten erreichen werde. „Wenn alles optimal läuft, sind auch 400 bis 500 Meter möglich“, sagte der Planer. Die weiteren Arbeiten seien abhängig von der Witterung. Auf Nachfrage begründete Gutmann auch die vorgenommene Verlegung der Leitungen in dem geteerten Bereich der Straße.

Die Rohre müssten in den öffentlichen Verkehrsflächen liegen. Eine Verlegung im privaten Bereich werde nur in Ausnahmefällen vorgenommen, etwa entlang der Gemeindeverbindungsstraße von Ober- nach Unterweschnegg und nur dann, wenn die Grundstückseigner keine Einwände hätten.

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Da die Fräsmaschine für die Arbeiten auch Platz brauche, müssten die Rohre etwa 50 bis 70 Zentimeter vom rechten Fahrbahnrand entfernt eingebaut werden. Gutmann stellte auch klar, dass die Firma nur die Leerrohre verlegen wird, das Einblasen des Glasfaserkabels erfolge in einem zweiten Schritt und zwar erst dann, wenn der Landkreis das Signal auf das Backbone-Netz lege. Dies dürfte im Jahr 2022 der Fall sein. Die notwendigen Hausanschlüsse würden gleich mitgemacht, wenn die Leitung an den Häusern vorbeiführe und die Firma dafür den Auftrag bekommen habe. Der Hausanschluss müsse nicht zwingend gleich gemacht werden. Dies reiche zu einem späteren Zeitpunkt, beruhigte Gutmann.

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Für den Höchenschwanderberg seien fünf Teilausbaugebiete vorgesehen. Grundsätzlich sei geplant, die Ortsteile mit dem schlechtesten Internetempfang zuerst anzuschließen. Gutmann geht davon aus, dass die Bürger in Höchenschwand spätestens 2022 über schnelles Internet verfügen werden. Die Gemeinde werde regelmäßig über den Baufortschritt informieren, sagte Bürgermeister Sebastian Stiegeler.

Der Bürgermeister sprach in der Sitzung auch die Parkverstöße im Ort an. Im Hinblick auf die bevorstehende Schneeräumung befürchte er größere Probleme. Die Gemeinde will die Fahrzeugbesitzer ansprechen. Auch aus den Reihen der Zuschauer wurde das Parken auf Gehwegen kritisiert. Gemeinderat Georg Villinger forderte in der Sitzung, über den Einsatz eines Gemeindevollzugsbeamten in Höchenschwand nachzudenken. Stiegeler will dieses Thema bei der nächsten Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbands St. Blasien ansprechen. „Wir allein können keinen Vollzugsbeamten bezahlen“, sagte der Rathauschef.