Sie wollen wieder zurückkehren – die am Bildungszentrum Bonndorf (BZB) tätigen Schulsozialarbeiterinnen Lisa Weishaar und Marisa Kern. Wann und in welchem Umfang dies genau sein wird, das lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht sagen, äußern sich die beiden auf eine Anfrage der Zeitung. Marisa Kern und Lisa Weishaar legen eine Babypause ein. Die Stadt sucht nun eine Vertretung für eine zunächst auf zwei Jahre ausgeschriebene befristete Stelle.

Bewerbungsfrist bis 20. Juli

Die Bewerbungsfrist für die Stelle endet am 20. Juli. Die Fachkraft der Schulsozialarbeit soll baldmöglichst zu 100 Prozent am BZB einsteigen, so der Wunsch der Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung habe den Bedarf der Schulsozialarbeit am Bildungszentrum erkannt, erläutern Marisa Kern und Lisa Weishaar unisono.

Beide sind nach eigenem Bekunden dankbar für die Ausschreibung und den von der Stadt ermöglichten Stellenumfang. Trotz der doch sehr kurzen Bewerbungsfrist zeigen sich beide optimistisch, in den nächsten Wochen einen geeigneten Nachfolger zu finden. Sie wollen sich auch beim Beginn der Beschäftigung nach den individuellen Möglichkeiten ihres Nachfolgers richten.

Arbeit hat hohen Stellenwert

Die Schulsozialarbeit hat am BZB einen hohen Stellenwert. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass die Stadt seit eindreiviertel Jahren zwei Fachkräfte für die insgesamt rund 852 Schülerinnen und Schüler einsetzt. Nachdem Marisa Kern (28) im Dezember 2018 eingestellt worden war, betreute sie den Grundschulbereich, Lisa Weishaar (29), die seit 2014 am BZB arbeitet, weiterhin die Realschule, bis zur Auflösung auch die Werkrealschule, sowie das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ).

Die Schaffung einer zweiten Stelle war damals mitbegründet in den in der Schulsozialarbeit gestiegenen Fallzahlen. Lisa Weishaar gab im Dezember 2018 im Gespräch eine Vervierfachung der Fallzahlen an, die sie seit 2014 zu betreuen habe. Finanziert worden war die 2018 geschaffene zweite Stelle zu je einem Drittel durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, den Landkreis Waldshut und die Stadt Bonndorf.

Rektoren unterstützen Arbeit

Derzeit befinden sich Lisa Weishaar und Marisa Kern aufgrund des anstehenden Nachwuchses im Beschäftigungsverbot, teilt das BZB auf seiner Internetseite mit. Die beiden erarbeiten momentan Übergabematerialien für die erhoffte Fachkraft. Sie seien zuversichtlich, so Lisa Weishaar, den neuen Stelleninhaber zu zweit noch persönlich etwas begleiten zu können. Unterstützt wird die Schulsozialarbeit von den beiden Rektoren Felix Lehr (Realschule) und Birgitta Stephan (Grundschule, Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum SBBZ) sowie den Lehrkräften.

Aufgabenkatalog ist vielfältig

Auf den oder die Neue(n) wartet auf alle Fälle jede Menge Arbeit. So sind unter anderem zu leisten für Schüler und Familien die klassische Beratung und Einzelhilfe, aber auch die Planung, Organisation und Durchführung von Präventionsprojekten. Ein besonderer Stellenwert wird der Vortragsreihe für Eltern beigemessen, die zusammen mit den Schulsozialarbeiterinnen aus Stühlingen und im Oberen Schlüchttal (Grafenhausen/Ühlingen-Birkendorf) im Herbst 2016 auf den Weg gebracht worden war. Eine enge Zusammenarbeit wird mit dem kommunalen Bonndorfer Integrationsgremium erwartet.