„Wir wollen maximale Transparenz und eine bessere Kommunikation auf allen Ebenen.“ Dies sagte der Leiter des Kreisforstamtes Waldshut, Helge von Gilsa, mit Blick auf die Forstneuorganisation, die neue Strukturen und neue Herausforderungen mit sich bringt. Als ganz wichtigen Aspekt nannte von Gilsa dabei die Nähe zu den Privatwaldbesitzern. Schließlich sind 23.600 Hektar Wald im Landkreis in privater Hand. Der Staatswald umfasst 14.900 Hektar, der Kommunalwald 16.800 Hektar.

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Als Spezialist in allen Privatwaldfragen und als Ansprechpartner vor Ort wird im Raum Bonndorf und Wutach zum Beginn des neuen Jahres Falko Hirt seine Arbeit aufnehmen. Seit Anfang dieses Jahres ist der 35-jährige Forstexperte bereits im Landkreis Waldshut tätig, insbesondere im Bereich Borkenkäfer-Monitoring.

Ziel sei es, so Helge von Gilsa, einen direkten Draht zu den Privatwaldbesitzern aufrecht zu erhalten. Beratungen und Betreuungsleistungen werden nach seinen Worten künftig sicherlich an Bedeutung gewinnen. Dies auch mit Blick auf einen klimastabilen Wald. Auf Bonndorfer Gemarkung gibt es rund 400 Hektar Privatwald, in Wutach sind es rund 260 Hektar.

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Die Beförsterung des Kommunalwalds in den beiden Kommunen erfolgt über eigene Gemeindeförster. In Bonndorf ist dies seit vielen Jahren Steffen Wolf, in Wutach beginnt Tristan Dellers seine Arbeit als kommunaler Förster. Den direkten Draht zu den Privatwaldbesitzern wird dann künftig Falko Hirt pflegen, der im Raum Bonndorf/Wutach quasi einen mobilen Arbeitsplatz haben und im Rahmen von Sprechstunden für alle Fragen und Probleme der Privaten zur Verfügung stehen wird. Auf die Waldbesitzer werden nämlich ebenfalls Änderungen in der Förderung zukommen. Ursache hierfür sind Vorgaben aus dem novellierten Bundeswaldgesetz und dem EU-Beihilferecht, informierte von Gilsa.

Naturschutz als wichtige Aufgabe

Wie der Leiter des Kreisforstamtes weiter erläuterte, wird sich Revierleiter Martin Schwenninger künftig ganz auf seine Tätigkeit als Wutachranger und Spezialist in Naturschutzfragen konzentrieren. Auch der Naturschutz stellt eine Abteilung der zentralen Dienste im Kreisforstamt Waldshut dar. Der bisherige Revierleiter von Wutach, Michael Eisele, wechselt nach Stühlingen. Und damit dreht sich das Personalkarussell noch weiter. Bernd Bottler, bisher einer der Revierleiter in Stühlingen, übernimmt den Bereich Verkehrssicherung.

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Diese Sparte stellt nach Aussage von Helge von Gilsa eine weitere wichtige Dienstleistung des Kreisforstamtes dar. Alle Straßen im Landkreis müssen überprüft werden, ob von angrenzenden Bäumen eine Gefahr für den Verkehr ausgehen könnte. Auch Spielplätze, Grillplätze oder Waldkindergärten müssen kontrolliert werden. Zwei Waldarbeiten werden noch diesbezüglich ausgebildet. Stehen dann aus Gründen der Verkehrssicherheit Holzfällarbeiten an, müssen Absprachen mit zahlreichen Behörden getroffen werden. „Dazu brauchen wir eine zentrale Koordination“, sagte von Gilsa.

Wichtige Forstbetriebsgemeinschaften

In der ganzen forstlichen Neuorganisation werden auch die Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) weiterhin eine wichtige Rolle spielen – „sie stellen das Scharnier zu allen Waldbesitzern dar“, sagte Helge von Gilsa. Über den FBGs sitzt die Waldgenossenschaft, die ebenfalls Sprachrohr für die Waldbesitzer ist und die Holzvermarktung übernimmt.