Mögen manchem die Investitionen in die Feuerwehr übertrieben erscheinen, die Schwere der Brände in der jüngsten Zeit rechtfertigen dies allemal. In der Hauptversammlung der Gesamtfeuerwehr Bonndorf wurde deutlich, welch wichtige und vielfältige Aufgaben die Kameraden zum Schutz der Bevölkerung übernehmen, und das alles im Ehrenamt. In diesem Jahr wird der Feuerwehrbedarfsplan fortgeschrieben. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Edin Muslic aus Bernau merkte an: „Bonndorf versteht es, das Geld so in die Mannschaft zu investieren, wie diese es benötigt.“ Bürgermeister Michael Scharf berichtete, dass im laufenden Jahr das LF 16 TS ausgewechselt werden soll, die Genehmigung liege vor, die Ausschreibungen folgen bald. „Ich bin gespannt, wie sich die Abteilungen sehen, denn 2019 steht die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplanes an. Wir sammeln die Fakten zu Ausrüstung und Tagesbereitschaft in allen Ortsteilen.“

Wehr setzt auf Aus- und Fortbildung

Für die Abteilung Boll wurde im vergangenen Jahr ein neuer Anhänger und für die Abteilung Wellendingen ein neues Löschfahrzeug angeschafft, Dillendorf baut sein Gerätehaus um, und das Gündelwanger Gerätehaus bekam schließlich ein neues Dach. Insgesamt soll die Feuerwehr Bonndorf mit ihren Abteilungswehren aus den Ortsteilen ein sich ergänzendes Ganzes geben, die Feuerwehrfrauen und -männer steuern ihren Anteil durch die Bereitschaft zu Aus- und Fortbildung und durch guten Probenbesuch in ihrer Freizeit bei.

Olaf Thor, der Schriftführer der Feuerwehr Bonndorf, dokumentierte die 79 Einsätze im Vorjahr, drei Großbrände, zwei Mittel- und drei Kleinbrände und 55 technischen Hilfeleistungen mit zahlreichen Bildern, die Kommandanten der Abteilungen und Dirk Temesberger von der Jugendfeuerwehr berichteten schließlich über ihre Aktivitäten sowie die Mannschaftsstärken.

Dank für Einsatz

Gesamtkommandant Hansjörg Ketterer dankte allen Feuerwehrleuten für den Einsatz zu Schutz, Hilfe und Rettung der Bevölkerung, seinem Stellvertreter Daniel Stoll, den Gerätewarten für ihre zeitaufwendige, verantwortungsvolle Aufgabe und nicht zuletzt den Familien, Frauen und Kindern für deren Verständnis. Andreas Rheiner, wiedergewählter Abteilungskommandant aus Ebnet, und Stellvertreterin Theresa Maaß wurden in ihren Ämtern bestätigt, der neu gewählte Kommandant von Brunnadern Ralf Rebmann wurde zum Abteilungskommandant befördert, und sein Vorgänger Markus Mutter, der 15 Jahre die Brunnaderner Wehr leitete, wird bei nächster Gelegenheit zum Ehrenkommandant ernannt.

Als Gäste dankten Andreas Kaiser von der Feuerwehr Wutach und Raumschaftsvertreter Guido Strittmatter aus Grafenhausen für die gute Zusammenarbeit. Der neue Lernzielkatalog für die Truppmannausbildung verlange in Zukunft weitere Zusammenarbeit. Dass die Feuerwehr Bonndorf auch zur Überlandhilfe nach Grafenhausen ausrückte, sei eine große Beruhigung für die Grafenhausener Wehrmänner gewesen, „wenn ihr auch letztendlich nicht beim Einsatz aktiv gebraucht wurdet, war es gut zu wissen, dass ihr unterwegs ward.“

Guido Strittmatter verwies bei der Hauptversammlung auf die Festlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr Grafenhausen. Kommandant Adrian Morath aus Wittlekofen lud zum 1. Mai zu einem kleinen Fest anlässlich der Fahrzeugübergabe des ehemaligen Feuerwehrfahrzeuges der Abteilung Wellendingen an die Abteilung Wittlekofen ein.