Nach mehrjähriger Pause fand in der Stadthalle Bonndorf der Bezirks-Landfrauentag statt. Einige Hundert Frauen waren der Einladung gefolgt. Im Mittelpunkt standen ein Vortrag, Sketche, ein Quiz, Ehrungen und Grußworte. Es gab Kaffee, Getränke und auf zwei Büfetts eine riesige Auswahl an Torten und Kuchen. Der unterhaltsame Nachmittag wurde mit dem Sketch „Ja sin ihr no nit g’richt“ eröffnet. Bezirksvorsitzende Karola Morath begrüßte unter den zahlreichen Gästen besonders Schirmherr Bürgermeister Michael Scharf, die CDU-Bundestagsabgeordneten Gabriele Schmidt und Thomas Dörflinger, BLHV-Geschäftsführer Michael Martin, Rita Schüle von der katholischen Frauengemeinschaft sowie Referent Rolf Ziegler. Sie dankte den Landfrauen von Bonndorf und Wittlekofen für die Ausrichtung des Nachmittags.

Die Vorsitzende erinnerte an die Namensänderung in "Landfrauen Bezirk Bonndorf im Schwarzwald" und versicherte, Landfrauen stehen mitten im Leben, ihre Meinung sei gefragt. Sie machte auf den Anspruch der Übergangspflege und die fünftägige Bildungszeit für die ehrenamtliche Qualifizierung aufmerksam. Die Aktionswoche im Oktober steht unter dem Motto „Frauen und Freiheit“. Bürgermeister Scharf freute sich über die volle Halle und erläuterte, dass sie 1975 gebaut und im vergangenen Jahr für fünf Millionen Euro saniert wurde. Er war stolz, dass die Landfrauen Bonndorf als Veranstaltungsort gewählt haben und dankte ihnen für die Bewirtung bei der BLHV-Landesversammlung. Stellvertretende Vorsitzende Susanne Schmidt-Barfod überbrachte die Grüße des Verbandes und von Präsidentin Rosa Karcher. Ihr Dank galt dem Referenten des Nachmittags.

Für seinen Vortrag hatte Rolf Ziegler das Motto: „Persönliche und familiäre Werte für die Zukunft“ gewählt. Er stellte die Frage, welche Werte für die Menschen allgemein wichtig sind und gab zu bedenken, ob es heute einen Wertewandel oder einen Werteverfall gebe. Die Werte änderten sich im Laufe des Lebens. Er forderte alle auf, selbstbewusste und selbstdenkende Menschen zu sein. In Form eines Sketches besprachen das Ehepaar Renate Krischik und Josef Nieratschker beim Frühstück ihre Eheprobleme.

Die beiden Vorsitzenden ehrten Frauen, die lange im Vorstand tätig waren sowie ihre Nachfolgerinnen. Präsente erhielten Cordula Hofmeier, Gerda Kehl, Chris Güntert und Heidi Siebler (Wangen), Erika Schübel, Heike Badran, Claudia Scharf und Alexandra Fluck (Gündelwangen) sowie Margot Utz, Ursula Hauck und Manuela Dörflinger (Raitenbuch). Für viel Heiterkeit sorgte das „Schachtle Ballett“ der Landfrauen Wittlekofen. Die Quizfrage, wie viele Hände sich auf dem Landfrauenbaum befinden, hatten Gertrud Arbogast, Roswitha Geiger und Brigitte Schumpp mit 71 richtig beantwortet. Das Los entschied zugunsten von Brigitte Schumpp. Den Erlös von 226 Euro werden die Frauen noch aufstocken und dem Bonndorfer Tafelladen übergeben. Grußworte sprachen Schmidt, die den Vortrag für etwas zu negativ hielt und sich wünschte, dass die Welt positiver gesehen wird, sowie Dörflinger, der seinen Dank aussprach, für das, was vor Ort und im Bezirk geleistet wird. BLHV-Geschäftsführer Martin dankte für die Bewirtung bei der Landesversammlung. Der Nachmittag klang mit dem Landfrauenlied aus.