Mündlich liegt die Nachricht bereits im Landratsamt Waldshut schon vor, schriftlich hat Bürgermeister Alexander Schönemann keinen Bescheid erhalten. Dennoch teilt er jetzt mit, dass das Projekt „Panoramahütte nicht kommen wird“. Schönemann: „Diese Hiobsbotschaft wurde mir bereits am 2. März im Landratsamt von einem Gesandten des Umweltministers mitgeteilt.“ Während der Bürgermeister die Entscheidung kritisiert, wird sie von der Bürgerinitiative Naturbelassener Kaiserberg begrüßt.

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Durch eine Weisung an das Landratsamt werde das Verfahren durch das Landesumweltministerium und das Regierungspräsidium gestoppt. Es werde dem Landratsamt untersagt, „die für die Panoramahütte benötigte Fläche von 1,2 Hektar aus dem Landschaftsschutzgebiet herauszunehmen“, schreibt Bernaus Bürgermeister in einer Erklärung, die er im aktuellen Amtsblatt veröffentlicht hat.

Schönemann: „Eine Lachnummer“

Was er von der Entscheidung hält, macht Schönemann sehr deutlich: „Dies wären 0,035 Prozent der Bernauer Gesamtfläche gewesen. Meiner Meinung nach also eine Lachnummer. Es zeigt leider, wer bei uns inzwischen oft genug tatsächlich bestimmt, was wir mit unseren Gemeindeflächen noch machen dürfen: die „Heiligen“ in Freiburg und Stuttgart.“

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Man könne natürlich unterschiedlicher Meinung sein. Da sich aber auch der Petitionsausschuss des Landtages nicht für oder wider entschieden habe, wäre es bei der „offenen Rechtslage deshalb guter Brauch gewesen, die Streitfrage letztlich dem Verwaltungsgericht zur Klärung zu überlassen“. Mit ihrer Entscheidung würden die Behörden „hineinregieren“ und den Natur- und Landschaftsschutz höher als die Dorfentwicklung gewichten, lautet Bürgermeister Alexander Schönemanns Kritik.

„Kraftvoller Impuls für Tourismus“

„Die Panoramahütte wäre für unseren Tourismus ein sanfter und dennoch kraftvoller Impuls nach vorne gewesen sowie eine Bereicherung für die einheimische Bevölkerung“, schreibt Bürgermeister Alexander Schönemann. Auch das Biosphärengebiet hätte seiner Meinung nach zeigen können, „dass es eben nicht nur zusätzliche Einschränkungen gebracht hat, sondern auch die versprochenen neuen Entwicklungsmöglichkeiten“.

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Für die Bürgerinitiative Naturbelassener Kaiserberg sei „das keine ‚Hiobsbotschaft‘, denn der Kaiserberg bleibt naturbelassen“, schreibt BI-Sprecher Lothar Lüber, der von Anfang an gegen das Projekt eintrat.