Das Bernauer Hans-Thoma-Museum und der Resenhof sind aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Dennoch gehen die Arbeiten auf vollen Touren weiter. Neben dem Alltagsbetrieb stehen für Museumsleiterin Margret Köpfer Herausforderungen an. Innovationen gibt es auch im Resenhof, dem Heimatmuseum.

Margret Köpfer hat gut zu tun, obwohl die Museen geschlossen sind. Die Neueröffnung des Resenhofs kann zwar mit ziemlicher Sicherheit nicht wie ursprünglich geplant am 17. Mai stattfinden. Allerdings steht die Ausarbeitung einer Strategie an, wie sich die Planungen verschieben lassen, was ausfallen muss, was noch zu retten sein wird.

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Auch das Projekt der Digitalisierung des Hans-Thoma-Museums ist weitergelaufen, das Material für den Mediaguide nun im Wesentlichen beisammen. Für dessen Aufarbeitung hofft Köpfer auf die Mithilfe der beiden Studentinnen, die das Projekt bereits in der Vergangenheit begleitet haben. Bis zum 15. Juni, so viel steht fest, wird es keine Veranstaltungen geben. Darüber hinaus plagt die Museumsleiterin der Gedanke, dass ihre Hauptbesucherklientel identisch ist mit der Corona-Risikogruppe, was die wirtschaftliche Seite der musealen Zukunft für sie noch prekärer erscheinen lässt.

Im Rahmen des Programms „Digitaler Wandel an nicht-staatlichen Museen im Ländlichen Raum“ hat das Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst dem Bernauer Kunstmuseum im November einen Förderantrag in Höhe von 40.000 Euro bewilligt. Mit diesen Mitteln erarbeitet das Museumsteam eine neue Webapplikation, die die Dauerausstellung der Hans-Thoma-Preisträger in ein neues Format übersetzt.

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Die Nutzer des Multimedia-Guides werden eine Fülle von Informationen über die Preisträger erhalten. Es geht um 70 Jahre Kunst in Baden-Württemberg, einen kaleidoskopartigen Überblick über einen der ältesten und wichtigsten Ausgangspunkte der Geschichte der modernen Kunstszene im deutschen Südwesten. Das Informationsinstrument wird nicht nur einführendes Material, sondern auf Wunsch auch detaillierte Informationen zu den einzelnen Künstlerpersönlichkeiten liefern.

Durch Videoblogs und interaktive Elemente soll die Verknüpfung von Volks- und Hochkunst erlebbar gemacht werden. In einem ersten Schritt werden Prototypen zu zwei lebenden und zwei toten Preisträgern erarbeitet. Außerdem läuft nach Auskunft von Margret Köpfer die Planung der Wechselausstellungen im Museum ebenso weiter wie die Pflege der Bestände und der Kontakt mit Leihgebern und mehreren Personen, die dem Haus Werke schenken beziehungsweise übereignen wollen.

Auch im Museum Resenhof laufen die Arbeiten wie am Schnürchen. Nachdem der museale Ausbau vor Kurzem abgeschlossen worden ist, geht es jetzt um die weitere Umsetzung der Neukonzeption der Ausstellung im Haus. Anschließend werden dann die Exponate im Museum installiert.