Das Hans-Thoma-Fest und der Holzschneflertag mit Naturparkmarkt finden in diesem Jahr nicht statt. Das hat die Gemeinde jetzt mitgeteilt.

Land gibt Richtlinien vor

Seit Jahrzehnten stehe das zweite Wochenende im August traditionsgemäß im Zeichen „unseres großen Heimatfestes im Hochschwarzwald: dem Hans-Thoma-Fest in Bernau“. Auch in diesem Jahr, so die Planungen, sollte es wieder an drei Tagen (vom 8. bis 10. August), stattfinden.

Auch die überregional bekannten Holzschneflertage in Verbindung mit dem Naturparkmarkt beim Resenhof hätten am 15. und 16. August wieder Höhepunkte des Spätsommers werden sollen. „Dies alles galt jedenfalls so lange, bis die Corona-Pandemie sämtliche Pläne für das Jahr 2020 zur Makulatur werden ließ“, heißt es in der Mitteilung der Touristinformation der Gemeinde Bernau.

Gemeindeverwaltung und Tourist-Info hätten in den vergangenen Wochen laufend Überlegungen angestellt und Diskussionen dazu geführt, ob und allenfalls wie diese Feste stattfinden könnten. „Mit Beschluss der Bund-Länder-Vereinbarung zu einem bundesweiten Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August mussten wir jedoch realisieren, dass dies voraussichtlich das Aus für beide Veranstaltungen bedeuten würde“, schreibt die Touristinformation.

Dennoch habe man eine definitive Umsetzung des Landes Baden-Württemberg abwarten wollen. Die liege nun vor: Die am 27. Mai in Kraft getretene Fassung der Corona-Verordnung untersage Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern bis Ende August.

Förderpreis wird verliehen

„Gleichwohl möchten wir betonen, dass wir diese Entscheidung auch vor dem Hintergrund der Tatsache getroffen haben, dass solche Veranstaltungen als potenzielle Infektionsherde das größte Risiko einer erneuten unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus in der Fläche darstellen. Beide Feste wären daher auch ohne die verbietende Verordnungslage nur schwer durchführbar gewesen“, teilte die Gemeinde Bernau mit.

Auch wenn das Hans-Thoma-Fest nicht stattfinde, werde doch zumindest der Naturenergie-Förderpreis an die Künstlerin Hannelore Weitbrecht verliehen. Dafür werde es einen entsprechend angepassten Rahmen geben, über den die Gemeindeverwaltung rechtzeitig informieren werde.