Experten ist bei Heidelberg nach eigenen Angaben der deutschlandweit erste Nachweis der Samuraiwespe gelungen. Das ist vor allem für Landwirte eine gute Nachricht, wie das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe am Dienstag schrieb. Denn die nur zwei Millimeter große Schlupfwespe sei ein natürlicher Gegenspieler der Marmorierten Baumwanze, die den Obst- und Gemüsebau massiv bedroht.

Eine Marmorierte Baumwanze.
Eine Marmorierte Baumwanze. | Bild: Tim Haye

Die Wanze sauge an Blättern und Früchten von mehr als 300 Pflanzenarten und richte so große Schäden an, teilte die Landesanstalt weiter mit. 2019 habe sie beispielsweise in Südtirol für Ernteverluste von mehr als 500 Millionen Euro gesorgt. In Deutschland sind demnach vor allem Südbaden und die Bodenseeregion betroffen.

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Die aus China stammende Marmorierte Baumwanze wurde nach Europa eingeschleppt, zum wann und wie gibt es verschiedene Theorien. Im Gegensatz zu Europa gibt es in Asien aber mehrere Gegenspieler, die die Wanze in Schach halten.

Unschöne Beulen hinterlässt die Baumwanze, nachdem sie Obst angesaugt hat. Das hat zwar keine Auswirkungen auf die Qualität der Früchte, ...
Unschöne Beulen hinterlässt die Baumwanze, nachdem sie Obst angesaugt hat. Das hat zwar keine Auswirkungen auf die Qualität der Früchte, macht sie aber weniger ansehnlich. Sie sind deswegen für Landwirte kaum zu vermarkten. | Bild: Tim Haye

Die Karlsruher Experten wollen nun erforschen, wie die Samuraiwespe in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden kann. Für Menschen ist die Samuraiwespe im Übrigen ungefährlich, sie sticht nicht.