Der Friedrichshafener Autozulieferer ZF hat die Übernahme des US-Unternehmens Wabco erfolgreich abgeschlossen. Das teilte ZF mit. Die Aktien des Bremsenherstellers, die zuvor an der New Yorker Börse notiert waren, wurden mit sofortiger Wirkung aus dem Börsenhandel genommen.

Damit beginne die Integration von Wabco in den ZF-Konzern, hieß es weiter. Künftig werde Wabco als eigenständige Division Commercial Vehicle Control Systems der ZF Friedrichshafen AG agieren und damit die zehnte Division des Konzerns werden. „Die Zusammenführung dieser beiden erfolgreichen Unternehmen macht unsere Nutzfahrzeug-Systemtechnik noch innovativer und leistungsfähiger“, betonte Vorstandschef Wolf-Henning Scheider.

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Die neue Division beschäftigt rund 12 000 Mitarbeiter an 45 Standorten weltweit. Geleitet wird sie von Fredrik Staedtler, der neu in diese Funktion berufen wurde. Staedtler verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Nutzfahrzeugindustrie, zuletzt als Leiter der ZF-Division Nutzfahrzeugtechnik. ZF hatte im vergangenen Jahr bekannt gegeben, Wabco für gut 6,2 Milliarden Euro übernehmen zu wollen.

Der Abschluss der Übernahme von Wabco fällt in ungünstige Zeiten. Wie am Vortag aus einem internene Schreiben des ZF-Vorstands an die Belegschaft hervorgegangen war, will ZF bis 2025 bis zu 15 000 Stellen weltweit streichen, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Angesichts dessen werde die Betriebsratsarbeit in den kommenden Monaten vor allem ein Ziel im Fokus haben: die Sicherung von Arbeitsplätzen, betonte des Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Achim Dietrich. „Wir werden um jeden Job kämpfen. In diesen schweren Zeiten muss sich zeigen, was die ZF-Kultur wert ist und dass die ZF-Familie zusammenhält. Wir fordern ein, dass das Unternehmen alles dafür tut, um Standorte und Arbeitsplätze zu sichern.“

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