Der Sanitärkonzern Geberit, der in Pfullendorf 1500 Mitarbeiter beschäftigt, tritt auf der Stelle. Wie das Schweizer Unternehmen mit Sitz in Rapperswil-Jona (Kanton St. Gallen) mitteilt, wuchs der Umsatz im vergangenen Jahr nur um 0,1 Prozent auf 3,083 Milliarden Schweizer Franken (2,913 Milliarden Euro).

Dabei schmälerte ein Fremdwährungseffekt den Erlös um 3,3 Prozent. In lokalen Währungen wuchs Geberit um 3,4 Prozent. Beim Gewinn (Ebit) stand unter dem Strich ein Plus von 1,7 Prozent auf 757 Millionen Schweizer Franken (715 Millionen Euro).

Die Dividende steigt auf 11,30 Franken

In Lokalwährungen wuchs Geberit vor allem in der Region Fernost/Pazifik (plus 9 Prozent) und in Europa (plus 3,4 Prozent). Dagegen war das Wachstum in der Region Nahost/Afrika (plus 1,3 Prozent) und Amerika (plus 0,5 Prozent). Bei den Produktbereichen stieg der Nettoumsatz bei den Installations- und Spülsystemen um 4,5 Prozent.

Am stärksten wuchsen mit 5,8 Prozent die Rohrleitungssysteme. Der Umsatz im Produktbereich Badezimmersysteme lag auf Vorjahresniveau. Seinen Aktionären will Geberit eine Dividende von 11,30 Franken ausschütten. Das entspricht einer Erhöhung um 4,6 Prozent.

Coronavirus als Unsicherheitsfaktor

Für 2020 geht Geberit von geopolitischen Risiken aus, welche zu Unsicherheit und Volatilität in der Weltwirtschaft führen. Vor allem das Coronavirus erschwere eine Prognose. So könne das Unternehmen für China und Italien, wo Geberit jeweils zwei Werke hat, keine Vorhersage treffen.

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In Deutschland erwartet Geberit ein „eingeschränktes Wachstumspotenzial“. Im Schweizer Heimatmarkt geht Geberit von einem leicht rückläufigem Markt aus.

Stühlerücken im Vorstand

Im Zuge seiner jährlichen Bilanzpressekonferenz gab Geberit auch zwei Personalien bekannt. So übernimmt Clemens Rapp (38 Jahre) zum 1. April die Leitung des europäischen Vertriebs. Außerdem rückt der Wirtschaftswissenschaftler in die sechsköpfige Konzernleitung auf. Er ersetzt dort Karl Spachmann (61 Jahre), der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.

Außerdem soll Werner Karlen (53 Jahre), Chef der Sauter AG in Basel, in den Verwaltungsrat einziehen und dort den Platz des im Oktober 2019 verstorbenen Thomas Hübner einnehmen.