Alno kann wieder produzieren. Andreas Sandmann, Geschäftsführer der Neuen ALNO GmbH erklärte, dass die notwendige Personalstärke für die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs erreicht sei. Wie Alno mitteilt, haben bislang 320 Mitarbeiter einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Eine mittlere zweistellige Zahl von Vertragsrücksendungen stehe noch aus. Der neue Investor Riverrock plant, den Geschäftsbetrieb wieder aufleben zu lassen und will dafür 410 ehemalige Mitarbeiter der insolventen Alno AG einstellen.

"Wir arbeiten bereits an den Maßnahmen zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit und der Produktion. Die ersten neuen Alno-Küchen sollen noch im ersten Quartal ausgeliefert werden“, sagte Sandmann. Sandmann sagte weiter: „Mit Riverrock haben wir einen alleinigen Eigentümer gefunden, der uns einen schuldenfreien Start ermöglicht und die Neue Alno GmbH ohne Rücksicht auf weitere Shareholderinteressen gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickeln wird.“

Die Arbeitsverträge für die Neue Alno GmbH gelten rückwirkend zum 1. Januar 2018 und treten in Kraft sobald die aufschiebenden Bedingungen des Kaufvertrags eingetreten sind. Nach Aussage von Sandmann sei damit in den nächsten Tagen zu rechnen.

Roland Berger hat seine Finger im Spiel

Riverrock ist ein auf klein- und mittelständische Unternehmen spezialisierter Fonds, zu dessen Gründern der Unternehmensberater Roland Berger und Jason Carley gehören, und in welchem unter anderem der Europäische Investment Fonds, die LfA Bayern sowie der Wirtschaftsfonds des Landes Nordrhein-Westfalen investieren.

Riverrock hatte Mitte Dezember für rund 20 Millionen Euro wesentliche Teile des insolventen Unternehmens wie Maschinen, Grundstücke und auch die Markenrechte übernommen.