Saisonabbruch oder weiter Pause? Wie es mit dem Fußball in der Region weitergeht, ist nach wie vor ungewiss. Eine Entscheidung soll beim virtuellen Verbandstag am 20. Juni her. Der Vorstand des Südbadischen Fußball-Verbands empfiehlt den Abbruch, Absteiger soll es keine geben, aufsteigen soll lediglich die beste Mannschaft jeder Liga zum Zeitpunkt des Abbruchs nach einer Quotientenregelung, da nicht alle Teams gleichviele Spiele ausgetragen haben. Eine Mehrheit für diese Variante gilt als sicher, eine weitere Unterbrechung der Spielzeit als zweiter Vorschlag kommt für die meisten Clubs nicht infrage.

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Für viel Wirbel sorgt allerdings, dass die Zweitplatzierten in diesem Szenario keine Aufstiegs-Chance erhalten. Einige Clubs drohten bereits mit juristischen Mitteln, andere Vereine haben inzwischen Anträge mit Aufstiegsregelungen eingereicht, die vom SBFV-Vorschlag abweichen. Anders als zunächst angekündigt, werden diese auch zugelassen. Somit stehen den Delegierten am 20. Juni alle Möglichkeiten offen. Wie man zu einer Lösung kommen will, wie das genaue Prozedere beim Verbandstag aussehen soll, sei noch unklar, bestätigte gestern SBFV-Pressesprecher Thorsten Kratzner.

Thorsten Kratzner
Thorsten Kratzner | Bild: unknown

Das Thema ist komplex, jede Alternative habe Vor- und Nachteile. Daher werde es in den nächsten Tagen mit den Delegierten in Kleingruppen auch noch Videokonferenzen geben, da ein Austausch am Verbandstag selbst mit 250 Teilnehmern kaum möglich sein wird.

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Die Delegierten wurden in den vergangenen Tagen von den Vereinen bestimmt, in einigen Bezirken versuchten Vereine, die ein Aufstiegsrecht für die Zweitplatzierten einfordern, auf die Wahlen Einfluss zu nehmen. Ob das gelungen ist, wie das Stimmungsbild bei den Delegierten sein wird, ist aber unklar. Die Frage um ein Aufstiegsrecht der Zweitplatzierten birgt reichlich Zündstoff, weil diese normalerweise in Relegationsspielen einen Aufsteiger ermitteln. Sollten nun aber alle aufsteigen dürfen, müssten einige Ligen kommende Spielzeit mit bis zu 21 statt 16 Teams spielen, was für alle Mannschaften zusätzliche Spieltage unter der Woche mit sich bringen würde.

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Alternativ könnte auch hier eine Quotientenregelung beschlossen werden, selbst ein Losentscheid wäre denkbar. Auch wie es im SBFV-Pokal weitergehen könnte, soll am Verbandstag beschlossen werden. Zu den vier noch im Wettbewerb stehenden Teams gehören unter anderem Landesligist VfR Stockach und Oberligist 1. FC Rielasingen-Arlen.

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