One Love, eine Liebe. An diesem Slogan und seiner Bedeutung gibt es nichts, was einen stören darf. Es sei denn, man möchte anderen Menschen vorschreiben, wen sie zu lieben haben. Da das in Katar so ist, dürfen die Fußballer bei der WM auch nicht dafür eintreten.

Jede andere Begründung der Fifa ist Geschwurbel. Ausgerechnet der Verband, der für Toleranz wirbt, für Respekt und Fair Play, untersagt eine Demonstration für Menschenrechte. Und da wundere sich noch einer, warum sich bis heute kaum ein homosexueller Profi-Fußballer geoutet hat.

Manuel Neuer beim Spiel Oman – Deutschland mit der Kapitänsbinde mit der Aufschrift „One Love“.
Manuel Neuer beim Spiel Oman – Deutschland mit der Kapitänsbinde mit der Aufschrift „One Love“. | Bild: Christian Charisius, dpa


Und der DFB? Lässt das mit sich machen! Aus Angst vor sportlichen Konsequenzen, die man den Spielern nicht zumuten könne. Warum eigentlich nicht? Man wolle sich nicht wegducken in Sachen Menschenrechte, hatte Hansi Flick vor der WM angekündigt.

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Genau so fühlt sich das jetzt aber an. Die Fifa hat sich längst ins Abseits gestellt, hat sich und ihre Werte verkauft. Und der DFB kuscht, wo eine klare Haltung dringend geboten wäre.