Nehmen wir als Beispiel das kleine Dorf Oimjakon mit seinen 462 Einwohnern. Übersetzt bedeutet der Name des Orts in der Srache der Jakuten „heiße Quelle“, obwohl die Ecke als kältester bewohnter Fleck der Welt gilt. Als Tiefsttemperatur werden derzeit –67,8 Grad Celsius anerkannt, im Sommer kann es aber auch mal 30 Grad warm werden – ja, Plusgrade. Somit sind also Temperaturdifferenzen von mehr als 100 Grad in einem Jahr möglich.

Damit die Wagenschmiere der Autos im Winter nicht einfriert, sind beheizte Garagen in Oimjakon ein absolutes Muss – Parken im Freien ist nur mit laufendem Motor möglich. Ungeschützte Hautstellen erfrieren bei 50 Grad Minus übrigens bereits nach zwei bis fünf Minuten. Die niedrigste Temperatur auf dieser Erde wurde übrigens mit -89,2 Grad Celsius in der Antarktis gemessen.

Den besten Kickern sind solche Temperaturen übrigens gar nicht fremd. In speziellen Kühlkammern herrschen 120 Grad Minus – ein, zwei Minuten lang setzen sich Spitzensportler diesen Bedingungen aus. Kälte führt dazu, dass sich die Blutgefäße unter der Haut verengen und das Blut ins Körperinnere drängen. So sollen heilende und leistungssteigernde Vorgänge im Körper ausgelöst werden.

Ob es in Oimjakon einen Fußballclub gibt und wie gut die Jungs da kicken, konnten wir leider bis zum Redaktionsschluss nicht herausfinden.

 

Der Autor dieses Textes Dirk Salzmann.