Die Rettungspakete für das südeuropäische Land riefen viele Kritiker auf den Plan.

  • Drei Rettungspakete: Griechenland war das erste hoch verschuldete EU-Mitglied, dem andere Mitglieder mit massiven Krediten unter die Arme griffen. Die ersten Verhandlungen begannen 2010, die letzten Gelder wurden 2018 ausbezahlt.
  • Umfang: Insgesamt flossen 263 Milliarden Euro nach Griechenland. Die Tilgung beginnt frühestens 2033.
  • Kritik: Aus verschiedenen EU-Staaten und verstärkt aus Deutschland wurde auch scharfe Kritik laut. Vor allem wurden die, wie es hieß, zu laschen Reformbemühungen der Griechen selbst kritisiert. Außerdem zweifelten die Skeptiker an der Fähigkeit des Landes, die Schulden eines Tages abzuzahlen.
  • Folgen: Für die deutsche Innenpolitik hatte das dreifache Hilfspaket für den Balkanstaat weitreichende und ungeahnte Folgen. Die 2013 entstandene Alternative für Deutschland (AfD) nahm die Kredite zum Anlass für ihre erste erfolgreiche Kampagne – sie war gegen das Geldpaket und gegen den Euro als solchen gerichtet.
  • Reparationen: Indirekt bestärkt wird die AfD durch spektakuläre Forderungen aus Athen: Die Regierung dort bringt erneut die Schäden auf die Tagesordnung, die der deutsche Eroberungskrieg im Land verursacht hat bis 1945. Aus deutscher Sicht sind die Reparationen längst abgegolten. Griechenland dagegen fordert bis zu 456 Milliarden Euro. In Deutschland haben diese Wünsche vor allem Kopfschütteln erzeugt.