1. Feuerwerk ist nicht klimaschädlich Ja, bei der Knallerei entsteht etwas CO2, aber das hat keinerlei Einfluss auf das Klima, bestätigen Forscher. Für die Schweiz wurde sogar schon mal ein Wert berechnet: Alle Feuerwerke des kompletten Jahres zusammen erzeugen dort exakt so viel CO2 wie 50 Kühe – und das in einem Land, das sich neben Silvester auch zum Nationalfeiertag am 1. August immer ausgiebige Feuerwerke leistet.
    Am ehesten ist noch der Transport der Knallkörper, die oft aus China kommen, CO2-freisetzend – aber auch dieser Effekt ist im weltweiten Warenstrom nur eine absolute Randnotiz. Man kann Pyrotechnik also nicht aus Klimaschutzgründen verbieten.
  2. Sollen wir sie auch verbieten? Kühe sorgen für viel mehr CO2 als Feuerwerk. Bild: dpa
    Sollen wir sie auch verbieten? Kühe sorgen für viel mehr CO2 als Feuerwerk. Bild: dpa | Bild: Sebastian Kunigkeit
  3. Feuerwerk ist nicht gesundheitsschädlich Feinstaub wird beim Feuerwerk tatsächlich viel freigesetzt, allein an Silvester rund ein Fünftel des kompletten Jahresaufkommens durch den Straßenverkehr. Das klingt wahnsinnig viel. Aber es ist eben auch nur ein Einmal-Effekt, der sich schon am Neujahrsmorgen wieder erübrigt hat, weil der Feinstaub verflogen ist. Deswegen Feuerwerk zu verbieten, ist reine Symbolpolitik. Auch klimaschädlich ist Feinstaub nachts generell nicht.

    Das könnte Sie auch interessieren
  4. Feuerwerk ist ein Gemeinschaftserlebnis

    Wenn die Raketen einen Funkenregen an den Himmel zaubern, dann macht das etwas mit den Menschen. Sie stehen da, in Gruppen, staunen, jubeln oder sind ganz still. Viele – nicht alle, aber viele – Menschen mögen Feuerwerk. Warum soll man es ihnen wegnehmen? Im Idealfall lehrt uns der Blick ans erstrahlende Firmament, besonders in der Gruppe, dass wir alle nur der Teil eines großen Ganzen sind. Feuerwerk kann diese Magie entfalten.

  5. Das könnte Sie auch interessieren
  6. Die ständige Verbieterei nervt nur noch
  7. Fliegen, Rauchen, Trinken, Autofahren, Fleisch essen, Plastikzeug kaufen: Mittlerweile kann man ja kaum noch etwas tun, ohne sich dafür in den Augen mancher Aktivisten schämen zu müssen. Begleitet wird das alles dann noch vom Ruf nach Verboten. Das nervt die Leute, das lässt sie abstumpfen gegenüber Verbotsideen, die tatsächlich sinnvoll sein könnten. Mit wirkungslosen Unsinns-Verboten wie dem von Feuerwerk verstärkt man diese Verdrossenheit. Wer die Umwelt wirklich behüten will – was ein absolut ehrenwertes Ziel ist – der sollte dafür sorgen, dass Naturschutz den Menschen nicht wie oberlehrerhafte Gängelung vorkommt.
  8. Weil Feuerwerk einfach schön ist
  9. Feuerwerk ist kein Grundrecht, das ist klar. Keiner wird existenzielle Nöte erleiden, nur weil nicht mehr geböllert wird. Aber das könnte man über jede Art der Kunst sagen. Und auch ein gut gemachtes Feuerwerk ist mit seinem zeitlich und farblich abgestimmten Ablauf, mit seinen Formen und Farben, mindestens ein Stück Kultur, wenn nicht sogar Kunst. Das Spektakel am Himmel ist am Ende vor allem eines: schön. Und schöne Dinge muss man schützen, nicht verbieten. Vor allem nicht, wenn es dafür nicht einmal überzeugende Argumente gibt.
    Das könnte Sie auch interessieren

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.