Die Feuerwehr hat mit dem Löschen des Großbrands im Berliner Grunewald begonnen. Es werde an zwei Stellen mit Wasserwerfern gelöscht, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmittag. Ein Roboter der Bundeswehr befahre das Gelände, zudem seien ein Polizeihubschrauber und eine Drohne mit Wärmebildkameras zur Lagebeurteilung im Einsatz. Später sollten dann neue Löschmaßnahmen beschlossen werden.

Laut Feuerwehr wurde von der Havel und dem See Krumme Lanke eine großvolumige Wasserversorgung über eine Wegstrecke von mehr als drei Kilometern mit Unterstützung eines Löschboots und diverser Fahrzeuge in den betroffenen Bereich aufgebaut. Mehr als 140 Kräfte waren demnach im Einsatz.

Löschhubschrauber stehen dem Sprecher zufolge jedoch nicht zur Verfügung. Diese würden beim Waldbrand in der Sächsischen Schweiz gebraucht.

Ursache noch unklar

In der Nacht war es zu Explosionen auf einem Sprengplatz der Polizei im Grunewald gekommen. Das dadurch ausgelöste Feuer griff auf den angrenzenden Wald über und setzte eine Fläche von eineinhalb Hektar in Brand. Wegen anhaltender Explosionen auf dem Sprengplatz konnte die Feuerwehr zuerst nicht mit dem Löschen beginnen.

Auch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers im Grunewald waren weiter Knallgeräusche zu hören. Laut Feuerwehr wurden an dem Ort unter anderem Kampfmittelmunition und Feuerwerkskörper gelagert.

Die Ursache für das Feuer ist laut Polizeipräsidentin Barbara Slowik noch völlig unklar. „Wir versuchen, so schnell wir können mit den Brandermittlern an den Ort zu kommen“, sagte Slowik am Donnerstag am Einsatzort. Zwar hätten Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Einsatzkräfte deutliche Detonationen wahrgenommen. „Aber was genau jetzt ursächlich war, das werden die Brandermittler klären.“

Keine Gefahr für Bevölkerung

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) machte sich zusammen mit Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Mittag ein Bild der Lage. „Die Sicherheit der Berliner ist nicht gefährdet“, sagte Spranger.

Wegen des Feuers wurde auch der Regional- und S-Bahnverkehr in der Nähe des Einsatzgebiets unterbrochen, wie die Bahn mitteilte. Die Autobahn Avus sowie umliegende Straßen wurden ebenfalls gesperrt. (dpa / AFP)