Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den in Jena geborenen US-Amerikaner John Goodenough, den in Großbritannien geborenen Stanley Whittingham und den Japaner Akira Yoshino für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. Die leichten, wiederaufladbaren und starken Batterien würden in zahlreichen Produkten wie Mobiltelefonen, Laptops und Elektro-Fahrzeugen eingesetzt.

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften verkündet die Gewinner des Chemie-Nobelpreises 2019, die auf der Leinwand gezeigt werden, John B. Goodenough (l-r), M. Stanley Whittingham und Akira Yoshino für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien.
Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften verkündet die Gewinner des Chemie-Nobelpreises 2019, die auf der Leinwand gezeigt werden, John B. Goodenough (l-r), M. Stanley Whittingham und Akira Yoshino für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien. | Bild: NAINA HELEN JAMA

Große Mengen Energie speichern

Sie können große Mengen an Solar- und Windenergie speichern und machen so eine Welt frei von fossilen Kraftstoffen möglich, wie es weiter hieß. Der 1922 geborene Goodenough sei der älteste Nobelpreisträger überhaupt.

Materialwissenschaftler John Goodenough von der University of Texas
Materialwissenschaftler John Goodenough von der University of Texas | Bild: Charles Dharapak

Die renommierteste Auszeichnung für Chemiker ist derzeit mit umgerechnet rund 830 000 Euro (9 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Die feierliche Übergabe der Preise findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.

Der Chemie-Nobelpreis

Seit 1901 wurde der Chemie-Nobelpreis an 180 verschiedene Forscher vergeben. Einer von ihnen, der Brite Frederick Sanger, erhielt ihn zweimal. Unter den Preisträgern waren bislang fünf Frauen, etwa Marie Curie 1911, die die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckte und erst im vergangenen Jahr die US-amerikanische Enzymforscherin Frances Arnold.

Im vergangenen Jahr hatten neben der Enzymforscherin Frances Arnold auch George Smith (ebenfalls USA) und der Brite Gregory Winter den Nobelpreis für Chemie erhalten. Mit der Evolution als Vorbild hatten die Proteinforscher Möglichkeiten für eine umweltfreundlichere Herstellung von Arznei- und Biokraftstoffen geschaffen. (dpa)