Im März steigen langsam die Temperaturen an. Schneeglöckchen, Krokusse und Narzissen sprießen aus der Erde hervor. Jetzt macht das Gärtnern wieder richtig Spaß. Diesen Eifer brauchen Hobbygärtner nun auch. Wer einen schönen Garten haben will, muss jetzt seinen grünen Daumen walten lassen. Diese Tipps und Tricks helfen dabei, im Sommer ein kleines Paradies hinter dem Haus zu haben.

Pflanzzwiebeln richtig setzen

Was wäre ein Garten ohne blühende Blumen und Sträucher? Langweilig! Damit der Garten zu einem bunten Blütenfestival werden kann, ist jetzt die richtige Taktik gefragt. Wenn der Garten im Frühjahr bunt sein soll, muss man die Zwiebeln für Frühblüher wie Narzisse, Krokus, Schneeglöckchen und Hyazinthe bereits im Herbst gesetzt haben. Aber auch jetzt gibt es noch die Chance, Frühblüher erfolgreich anzupflanzen.

Pflanzenzwiebeln müssen im richtigen Abstand gesetzt werden.
Pflanzenzwiebeln müssen im richtigen Abstand gesetzt werden. | Bild: Jens Kalaene (dpa-Zentralbild)

Wichtig ist hierbei, die Zwiebel doppelt so tief in die Erde zu stecken, wie diese groß ist. Zwischen den einzelnen Zwiebeln sollte ein Abstand von sieben bis zehn Zentimetern beachtet werden – je nach Pflanzenart. Am besten umschließt man die Zwiebel zusätzlich mit etwas Kompost. Nach etwa drei Wochen werden die Zwiebeln austreiben.

Gemüse ziehen im Warmen und im Beet

Der Stolz vieler Hobbygärtner ist der Anbau des eigenen Gemüses. Der März ist der ideale Zeitpunkt, um in den Gemüsebeeten mit der Aussaat zu beginnen. Allerdings sind einige Gemüsesorten wahre Sensibelchen. Nicht jede Sorte verträgt eine frostige Frühlingsnacht. Deshalb sollte man vorerst nur Gewächse wählen, die auch Minustemperaturen überstehen. Karotten, Radieschen, Spinat, Erbsen und Rhabarber sind robuste Sorten.

Tomaten entwickeln sich schnell: Es reicht aus, jetzt mit dem Säen zu beginnen.
Tomaten entwickeln sich schnell: Es reicht aus, jetzt mit dem Säen zu beginnen. | Bild: Kai Remmers (dpa)

Anders sieht es bei Gemüsesorten aus, die eine lange Kulturzeit haben. Tomaten, Sellerie, Gurke, Zucchini oder Paprika sollten zunächst auf der Fensterbank oder in einem beheizten Gewächshaus vorgezogen werden. Kälteempfindlich sind auch einige Kräuter, wie Thymian, Basilikum und Rosmarin. Auch sie gedeihen besser, wenn man sie im Warmen vorzüchtet.

Den Rasen wieder frisch machen

Nach einem langen, harten Winter sieht der Rasen meist nicht mehr sehr gut aus. Er ist oft kahl und durchsetzt mit Moos. Ist das der Fall, braucht die Grünfläche dringend eine Intensivkur. Zunächst einmal muss man den Rasen vertikutieren. Wichtig: Nicht zu tief mit den scharfen Messern des Vertikutierers in den Boden eindringen, sonst werden die Rasenwurzeln beschädigt. Die Erdoberfläche sollte dazu trocken sein. Liegen auf dem Gras Steine oder durchdringen die Grünfläche größere Wurzeln, sollten diese entfernt werden. Der Rasen sieht jetzt richtig ramponiert aus. Das macht nichts – nach einer kurzen Auszeit erholt sich die Grünfläche schnell. Dafür sorgt auch die richtige Düngung.

Ein saftiger grüner Rasen entsteht nur bei der richtigen Pflege.
Ein saftiger grüner Rasen entsteht nur bei der richtigen Pflege. | Bild: Nestor Bachmann (dpa)

Kübelpflanzen aus dem Quartier holen

Kübelpflanzen, die meist im Haus überwintern, können jetzt wieder aus ihrem Winterquartier geholt werden. Es ist aber keine gute Idee, die Pflanzen sofort ins Freie zu stellen. Es ist ratsam, damit noch bis zu den Eisheiligen im Mai zu warten. Frostige Nächte können kälteempfindliche Pflanzen schwer schädigen. Tagsüber besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes.

Olivenbäume dürfen jetzt an die frische Luft. Frost mögen sie trotzdem nicht.
Olivenbäume dürfen jetzt an die frische Luft. Frost mögen sie trotzdem nicht. | Bild: Caroline Seidel (dpa)

Kübelpflanzen dürfen nur langsam an das Sonnenlicht und die Temperaturen gewöhnt werden. Geranien, Fuchsien, Dahlien oder Zitrusfrüchte sollten erstmal ans Fenster oder in den Wintergarten gebracht werden. Robustere Pflanzen wie Oleander oder Olivenbaum dürfen im Frühling schon an die frische Luft, sollten aber nachts mit einem Vlies abgedeckt werden. Wer den Blumen noch einen größeren Topf gönnt, macht alles richtig.

Bäume schneiden – wenn nötig

Normalerweise stutzt man Bäume im Herbst oder Winter zurück. Aber auch im Frühling gibt es eine Chance, den Bäumen die richtige Frisur zu verpassen – vorausgesetzt man beachtet ein paar Regeln. Stein-, Kern- und Beerenobst kann man bis Mitte März einen Schnitt verpassen. Ab Ende des Monats beginnen Vögel zu nisten und außerdem braucht der Baum dann seine Kräfte für das Knospen.

Beim Baumschnitt sollte man im Frühjahr eher vorsichtig sein.
Beim Baumschnitt sollte man im Frühjahr eher vorsichtig sein. | Bild: Jens-Ulrich Koch (dpa)

Wie geht man beim Schneiden vor? Gerade nach oben wachsende Triebe, die aus narbenartigen Verdickungen herauswachsen, können abgeschnitten werden. Alles was diagonal wächst, sollte unangetastet bleiben. Auf keinen Fall sollte man Äste vom Baum reißen. Das fügt dem Gewächs schlecht zu heilende Wunden zu. Auf einen Schnitt bei Kirsche, Pfirsich und Walnuss sollte man jetzt verzichten

Pflanzen mit Kompost verwöhnen

Wer einen Komposthaufen in seinem Garten pflegt, kann damit seine Beerensträucher, Blumen- und Gemüsebeete düngen. Die lockere Komposterde ist nicht nur ein natürlicher Dünger, sondern verbessert auch die Bodenstruktur. Kompost reichert die Erde mit Nährstoffen an, die von den Pflanzen wiederum aufgenommen werden können. Die Komposterde wird dazu in einer etwa zwei bis drei Zentimeter dicken Schicht aufgetragen und leicht eingeharkt. Idealerweise wird der ausgebrachte Kompost mit Gras oder Laub abgedeckt, so bleibt dieser feucht und die darin lebenden Lebewesen trocknen nicht aus.

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Angemessen düngen, wenn nötig

Wer keinen Kompost hat, kann auf gekaufte Produkte zurückgreifen. Hier empfiehlt sich mineralischer Dünger. Wichtig ist beim Düngen die richtige Dosis. Pflanzen kann man auch „überdüngen“. Dann werden sie kränklich oder gehen ein. Eine gute Bodenanalyse kann vorbeugen. Kalkreiche Böden sind extrem nährstoffarm. Lehmböden sind dagegen sehr nährstoffreich. Sandige Untergründe speichern wenig Wasser.

Jeder Boden braucht einen anderen Dünger. Auch der pH-Wert sollte bei der Wahl des Düngers beachtet werden. Rhododendren oder Azaleen zum Beispiel mögen lieber einen sauren Boden (pH-Wert bis 6,5). In einem alkalischen Boden (ab pH-Wert 7,4) gedeihen Lavendel oder Salbei.

Unkraut dauerhaft entfernen

Es gibt kaum eine lästigere Arbeit im Garten, wie Unkraut zu jäten. Ein Grund, warum Unkraut sich so hartnäckig hält, ist, dass meist nur oberflächlich gejätet wird. Viele unerwünschte Pflanzen, wie zum Beispiel Löwenzahn, sind sogenannte Pfahlwurzler. Ihre Hauptwurzel wächst vertikal in den Boden. Beim Löwenzahn kann die Pfahlwurzel sogar über einen Meter in die Erde ragen. Kein Wunder also, wenn man die Übeltäter-Wurzel nur schwer zu fassen bekommt. Bei solchen Pflanzen hilft es nur, die komplette Wurzel zu entfernen, sonst treibt die Wurzel erneut wieder aus. Dafür lockert man die Erde um die Wurzel herum und zieht den Löwenzahn mit intakter Hauptwurzel heraus. Diese Arbeit ist sehr mühsam, aber der einzig effektive Weg das Übel an der Wurzel zu packen.

Löwenzahn entfernen ist mühsam - wenn man ihn bei der Wurzel packt, hat das Erfolg.
Löwenzahn entfernen ist mühsam - wenn man ihn bei der Wurzel packt, hat das Erfolg. | Bild: Patrick Pleul (dpa)

Terrassenfugen säubern

Unkraut in Terrassenfugen ist ebenfalls sehr nervig. Keinesfalls kann man hier mit der Giftspritze kommen. Die Nutzung von glyphosathaltigen Unkrautvernichtern ist auf versiegelten Flächen verboten und kann mit einer Geldbuße bis zu 50 000 Euro bestraft werden. Das Gift kann leicht abfließen und über die Kanalisation in unser Trinkwasser gelangen. Umweltschonender ist der Einsatz eines Fugenkratzers (sehr mühsam), Hochdruckreinigers (weniger anstrengend) oder eines Gasbrenners (heiße Angelegenheit). Ausbrennen ist sehr wirkungsvoll. Dabei wird nicht nur das Unkraut selbst verbrannt, sondern auch dessen Samen. Allerdings wird bei dieser Methode viel CO2 ausgestoßen und belastet also die Umwelt.