Fußball, Aufstiegsspiel in die Bezirksliga: Gerade mal ein Jahr ist es her, da spielte die SG Riedöschingen/Hondingen noch in der Kreisliga B. Doch zwölf Monate und insgesamt vier Relegationsspiele später wartet auf die Spielgemeinschaft ein ganz neues Kapitel. Seit Samstag steht fest: Die SG RieHo, wie sich die Mannschaft selbst nennt, spielt kommende Saison in der Bezirksliga Schwarzwald.

Nachdem sich Riedöschingen/Hondingen 2016 in der Aufstiegsrunde zur Kreisliga A souverän gegen den FC Bernau und FC Mönchweiler durchgesetzt hatte, folgte nun gegen Hajduk Villingen der nächste Schritt. Nach dem 4:2-Hinspielerfolg eine Woche zuvor auf eigenem Platz gewann das Team von Trainer Gerd Hanser auch das Rückspiel in Schwenningen mit 2:0.

Da am Wochenende auch noch ein ganz anderes Fest anstand, hatte die Spielgemeinschaft gleich doppelt Grund zum Feiern. SG-Spieler Tim Heine meine süffisant: „In Hondingen war zeitgleich die 1200-Jahr-Feier, da kam einiges zusammen. Mir war schon bange vor Samstagabend.“ Heine, der im Rückspiel mit zwei Treffern zum Matchwinner avancierte.

Für Tim Heine war es zugleich der letzte Auftritt im Trikot des Bezirksliga-Neulings. Ein Abgang den SG-Trainer Gerd Hanser sehr bedauert: „Selbst im Alter von 37 Jahren stellte Tim seine Klasse im Rückspiel wieder unter Beweis. Er wird uns nächste Saison definitiv fehlen und eine große Lücke hinterlassen. Menschlich und fußballerisch ist das ein riesiger Verlust“, erklärt der Trainer. Die ohnehin schon schwere Herausforderung nach zwei Aufstiegen im Bezirksoberhaus dürfte somit noch schwerer werden.

Doch aktuell wollen Verantwortliche und Mannschaft der SG Riedöschingen/Hondingen den unerwarteten Erfolg genießen. Immerhin wurde so Hanser ,,ein Traum wahr“.

Auch Hajduk Villingen hatte die große Chance zum Durchmarsch von Kreisliga B bis in die Bezirksliga. Die Enttäuschung war den Spielen nach dem Schlusspfiff des Rückspieles buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Spieler wie Josip Jozinovic saßen erst einmal eine Weile auf der Bank und mussten sich sammeln. Ilija Jozinovic leistete dagegen schnell Aufbauarbeit und blickte voraus: „Wir rüsten auf jeden Fall nochmal auf. Kein Spieler geht. Wir freuen uns auf die kommende Spielzeit“, kündigte er an. Ilija Jozinovic war anzumerken, dass Hajduk nach wie vor heiß auf den Bezirksliga-Aufstieg ist und ab August den nächsten Anlauf starten wird.

Auch Hajduks Trainer Predrag Kicic blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Ich habe zu meinen Jungs gesagt: Jetzt müssen wir nun eben noch einmal 30 Spiele absolvieren, um aufzusteigen“, sagt der Übungsleiter mit einem Schmunzeln und ergänzt: „Es war eine echt anstrengende Saison. Man muss auch dazu sagen, dass meine Spieler in der vorherigen Saison, als wir noch Kreisliga B spielten, zehn Partien weniger hatten. Die Umstellung eine Klasse höher haben sie super gemeistert.“

Positiv sei laut Kicic zudem, dass sich seine Mannschaft sichtlich von Saison zu Saison weiterentwickle und über viele Fähigkeiten verfüge. Zur neuen Runde stoßen fünf bis sechs Jugendspieler zum Kader dazu. Was die Kandidaten für den Bezirksliga-Aufstieg im nächsten Jahr betrifft, sollte man Hajduk Villingen auf jeden Fall auf der Rechnung haben.

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