Fußball-Kreisliga A, Staffel 2: Am letzten Spieltag sicherte sich DJK Donaueschingen II die Meisterschaft und die SG Riedöschingen/Hondingen als Vizemeister die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga. Schon länger stand der SV St. Märgen als Absteiger fest. Der SV Mundelfingen folgte als zweiter Absteiger am vorletzten Spieltag. Der FC Löffingen II kann den Klassenerhalt in den zwei Relegationsspielen gegen den Drittletzten der A 1-Staffel, FC Unterkirnach, schaffen.

Mit der Zielsetzung gestartet, einen der ersten zwei Plätze zu belegen, hat die Mannschaft der DJK Donaueschingen II die Wünsche als Meister und Aufsteiger zur Bezirksliga erfüllt. Von Platz 16 nach dem ersten Spieltag arbeitete sich die Elf von Trainer Erich Thurow kontinuierlich nach vorn und gab den am 23. Spieltag eroberten ersten Platz nicht mehr ab. Dass die Meisterschaft erst am letzten Spieltag perfekt war, lag auch an den starken Konkurrenten, die den Titelkampf lange zu einem Drei- respektive Vierkampf machten. Mit 66 Punkten holte die DJK nur zwei Zähler mehr als zwölf Monate zuvor. Stark sind die Auswärtsbilanz (35 Punkte) und Platz eins in der Fairnesstabelle.

Drei außergewöhnliche Jahre liegen hinter der SG Riedöschingen/Hondingen. Im ersten Jahr verpasste die Elf denkbar knapp den Aufstieg in die Kreisliga A. Im zweiten Jahr gelang dieser und im dritten Jahr marschierte die Mannschaft von Trainer Gerd Hanser gar bis zur Vizemeisterschaft durch. In den zwei Spielen gegen NK Hajduk Villingen, Vizemeister der Staffel 1, hat die „SG RieHo“ die Chance, den Aufstieg in die Bezirksliga zu schaffen. „Wir haben eine klasse Saison gespielt. Möglicherweise haben uns die Konkurrenten zunächst etwas unterschätzt. Wir sind schon vor den Aufstiegsspielen sehr zufrieden, denn das eigentliche Ziel hieß Klassenerhalt“, sagt SG-Kapitän Björn Werhan. Die Elf könne ohne jeglichen Druck in die zwei Partien gehen, wobei auch Hajduk ebenso wie die SG RieHo ein Neuling in der Kreisliga A ist. Nach Saisonende zeichnen sich zwei, drei Abgänge ab. Werhan: „Wir werden die Lücken schließen, unabhängig davon, in welcher Liga wir spielen.“

Einige Jahre kam der FC Pfohren zuletzt nicht aus der zweiten Tabellenhälfte heraus. Nun gelang, wie zuletzt 2008, ein starker dritter Platz. Bis zum letzten Spieltag hatte Pfohren sogar die Chance auf die Vizemeisterschaft. Nach Rang elf in der vergangenen Runde gelang dem Team ein Riesensprung nach vorne. Nach langer Suche fanden die Pfohrener mit Dominic Häring einen Trainer, der das Potenzial der Mannschaft geweckt hat. Auch zurückgekehrte Spieler haben das Niveau angehoben. Mit nur 34 Gegentreffern hat Pfohren die beste Abwehr der Staffel. Mit Fabian Reichmann (21 Treffer) und Sebastian Boma (17) hat Pfohren zudem zwei echte Torjäger. Häring war trotz guter Auftritte oftmals nicht durchgehend mit den Leistungen zufrieden. Offenbar sieht der Coach noch mehr Luft nach oben, in erster Linie auf fremden Plätzen, denn Pfohren ist mit 35 von 45 möglichen Punkten die beste Heimelf der Staffel.

Seinen Aufwärtstrend setzte der FC Bräunlingen fort. Einen Platz besser als in der vergangenen Saison bei elf Punkten mehr schnitt die Elf von Trainer Uwe Müller ab. Lange mischte die Mannschaft sogar bei der Vergabe der ersten beiden Plätze mit. Auch ohne echten Torjäger traf die Elf stolze 72 Mal. Seit dem fünften Spieltag stand Bräunlingen immer auf einem der ersten fünf Plätze. Hatte vor zwölf Monaten der Rückstand zu Meister Immendingen noch 33 Punkte betragen, waren es diesmal zu Meister Donaueschingen nur noch neun Zähler. Müller hatte in der Saison lange Zeit nicht vom Aufstieg gesprochen, sondern immer wieder auf einen Plan über zwei, drei Jahre verwiesen, in dem der Übungsleiter eine schlagkräftige Mannschaft aufbauen wolle. Nun scheint der Trainer, der einst schon die SG Fützen nach oben führte, exakt im Zeitplan zu liegen. Bräunlingen wird in der kommenden Saison zu beachten sein.

Aus der Staffel 1 wechselte der FC Bad Dürrheim II vor der Saison in die Staffel 2 und etablierte sich ständig im einstelligen Tabellenbereich. Die junge Mannschaft erwies sich mit 67 Toren als sehr treffsicher. Zwischenzeitlich übergab Trainer Wolfgang Heinig an Dennis Feuerstein, der bei den Kurstädtern seine erste Trainerstelle übernahm. Im kompletten letzten Saisondrittel standen die Kurstädter auf Platz fünf, obwohl immer wieder Spieler an die erste Mannschaft abgegeben werden mussten. Perspektivisch peilen die Dürrheimer höhere Tabellenregionen an, um die Lücke zur Verbandsliga-Elf zu schließen. Auch im Sommer werden einige Jugendspieler nachrücken. Wie bei vielen zweiten Mannschaften ist die Fluktuation hoch.

Seit dem Aufstieg 2014 hatte der SV Gündelwangen einen Stammplatz im Tabellenkeller. Nun spielte die Elf ihre mit Abstand beste Saison und feierte mehr Siege als je zuvor. Vor allem auswärts (25 Punkte) trumpfte die Elf stark auf. In der Rückrunde war Gündelwangen die fünftbeste Mannschaft und verschaffte sich bei den Konkurrenten viel Respekt. Die Mannschaft von Trainer Nurhan Ardiclik schaffte die Top-Platzierung sogar mit einem negativen Torverhältnis. Nun gilt es, in der kommenden Saison an dieses Ergebnis anzuknüpfen.

Viele Höhen und Tiefen gab es in er abgelaufenen Runde beim SSC Donaueschingen. Vor allem gegen die Spitzenmannschaften holte der SSC viele Punkte, ließ jedoch auch etliche Zähler gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte liegen. „Mit einem konstanteren Auftritt wäre viel mehr möglich gewesen. Der Tabellenplatz ist gut, aber es wäre viel mehr machbar gewesen. Leider ließen einige Spieler manchmal das letzte Engagement vermissen. Wenn wirklich einmal alle mitziehen, hat der SSC sicherlich das Potenzial, um deutlich weiter oben anzugreifen“, sagt der scheidende Trainer Jürgen Feuerstein. Mit zehn Siegen in 15 Spielen erwies sich die Elf auf dem Schellenberg als heimstark.

Mit dem neuen Trainer Martin Föhr startete der SV Öfingen in die Saison und wiederholte nahezu das Vorjahresergebnis. Es gelang ein Sieg mehr und auch die Punktezahl wuchs um einen Zähler. Mit Fabian Ott (28) stellte Öfingen die Nummer eins der Torjägerliste. „In der Vorrunde haben wir zu viele Gegentreffer kassiert, in der zweiten Saisonhälfte aber stabiler gespielt“, resümiert Föhr, der sich über die Heimstärke freut. Öfingen ist jetzt vier Jahre in der Liga und hat sich etabliert. Die Mannschaft wird zusammenbleiben und durch drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ergänzt. Ihnen will Föhr schnell Einsatzchancen geben. Vor allem an den zuletzt 61 Gegentreffern wird der Trainer im Abwehrbereich intensiv arbeiten müssen.

Von Rang vier ging es für den FC Neustadt II runter auf Platz neun. Dabei wird die Elf von vielen Trainern als spielstärkstes Team der Staffel eingeschätzt. Die Mannschaft kam nahezu durchgehend ohne Verstärkungen aus dem Verbandsliga-Kader aus. Trainer Oliver Mahler wird auch in der kommenden Saison in erster Linie auf die Youngster setzen, damit einige sich für höhere Aufgaben anbieten können. Nur 49 erzielte Treffer zeigen, warum es in der Tabelle nicht weiter nach oben ging. Nach zwei vierten Plätzen nach dem Aufstieg geht der Blick in der kommenden Saison wieder nach oben. Neustadt wird, sollte es keine zu großen personellen Veränderungen geben, sicherlich wieder Außenseiterchancen auf die Meisterschaft haben.

Nach einem guten Start kam der FC Hüfingen nicht mehr von den Mittelfeldplätzen weg. Im Verlauf der Saison wurde als oberstes Ziel der Klassenerhalt ausgegeben. Zwischenzeitlich erfolgte die Trennung von Trainer Georg Schandelmeier. Es übernahm das Duo Invernot/Hägele, das nun nach Döggingen wechselt und von Claudio Andreotti beerbt wird. „Die Mannschaft ist zu oft unter ihren Möglichkeiten geblieben. Mit etwas mehr Glück hätten es deutlich mehr Punkte sein können. Dennoch sind wir mit der Saison zufrieden“, bilanzierte Michael Hägele. Immerhin holte die Elf zehn Punkte mehr als in der Saison zuvor, bei nahezu gleicher Trefferzahl.

Fünf Punkte packte der FC Lenzkirch auf das Vorjahresergebnis drauf. Die Elf um Trainer Zejlko Cosic hatte bei Saisonhalbzeit sogar Chancen auf eine noch bessere Platzierung, die jedoch mit nur zwölf Punkten aus den 15 Rückrundenspielen vergeben wurde. Lenzkirch ging etwas die Puste aus, wie der vorletzte Platz in der Rückrundentabelle zeigt. Bedenklich hoch ist weiterhin die Zahl an Gegentreffern (66), auch wenn die Vorjahresbilanz (75) leicht verbessert wurde. Zum achten Mal in Folge gelang nur ein Platz in den zweistelligen Tabellenregionen.

Der SV Göschweiler schöpfte seine Möglichkeiten nicht aus und musste längere Zeit sogar um den Klassenerhalt zittern, was nach Platz acht in der Saison 2015/16 sicherlich nicht zu erwarten war. Trainer Andrzej Cytacki, der sein Amt abgibt, bemängelte im Saisonverlauf oft das Engagement der Spieler, die sich manchmal schon mit wenig zufrieden gaben, obwohl das Potenzial weitaus mehr versprach. Göschweiler, in den vergangenen Jahren immer für viele Tore gut, traf diesmal nur 47 Mal. Bedenklich sind zudem fünf rote und vier gelb-rote Karten. Hier bieten sich für die Zukunft einige Verbesserungsmöglichkeiten an.

17 Punkte in der Vor- und nur zwölf Zähler in der Rückrunde haben den FC Löffingen II in eine Position gebracht, in der die Landesliga-Reserve weiterhin um den Klassenerhalt zittern muss. Ab dem zweiten Spieltag stand die Mannschaft von Trainer Michael Baumann immer auf einem der letzten drei Plätze. Trotz des zwischenzeitlich großen Rückstands zeigte sich Baumann immer sicher, dass die Klasse gehalten wird. Die Chance dazu besteht nun in zwei Entscheidungsspielen gegen den FC Unterkirnach aus der Staffel 1. Zuletzt setzte der Verein zahlreiche Spieler aus dem Landesliga-Kader ein, die das Team verstärken sollten. Die 70 Gegentreffer zeigen die größte Baustelle auf. Gerade erst aufgestiegen, werden in Löffingen sicherlich alle Kräfte gebündelt, um den sofortigen Wiederabstieg zu vermeiden, zumal Löffingen II lange dem Aufstieg in die Kreisliga A nachrannte.

Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg hat der SV Mundelfingen das Klassenziel verpasst und muss zurück in die Kreisliga B. Wie in der Saison zuvor, reichte es nur zu Platz 15. Vor zwölf Monaten profitierten die Mundelfinger davon, dass es nur einen Absteiger gab. „Unsere 29 Tore in 30 Spielen zeigen deutlich auf, woran wir gescheitert sind. Wir hatten zu wenig Durchschlagskraft im Angriff und haben zu einfache Gegentreffer kassiert“, sagt Trainer Siegfried Andräß. Erstaunlich ist die Auswärtsbilanz. Da liegt Mundelfingen mit 16 Punkten auf Platz sieben. „Richtig erklären lässt sich das nicht“, ergänzt der Übungsleiter, der zunächst bis zur Winterpause verlängert hat. Peilt Mundelfingen den sofortigen Wiederaufstieg an? „Es wäre vermessen und gewagt, mit einer solchen Aussage in die Kreisliga B zu gehen“, beantwortet Andräß diese Frage.

Der SV St. Märgen war lange Zeit fester Bestandteil der Kreisliga A. Im Jahr 2010 gelang sogar die Vizemeisterschaft, 2015 immerhin noch Platz fünf. In der jetzt beendeten Saison zeichnete sich der Abstieg bereits frühzeitig ab. Seit dem sechsten Spieltag stand St. Märgen auf einem Abstiegsplatz. Auf eigenem Platz blieb die Elf bei drei Unentschieden ohne Sieg. Auch der Trainerwechsel von Wilfried Karle zu Udo Moser brachte keine Verbesserung. 108 Gegentreffer und nur sieben Punkte sind die traurige Bilanz des Absteigers. St. Märgen wird sich in der Kreisliga B neu finden müssen und trifft in dieser Spielklasse auf einige Konkurrenten, die ebenfalls eine Vergangenheit in der Kreisliga A haben. Perspektivisch peilt St. Märgen die Rückkehr an, wozu jedoch personell mehr Alternativen geschaffen werden müssen.

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