Video: Neithard Schleier

Fußball-Bezirksliga: – Mit der zweitschlechtesten Auswärtsbilanz hatten sich die Fußballer des FC Hochrhein in den Bus zur weitesten Auswärtsfahrt gesetzt: „Am Abend zuvor waren wir als Servicepersonal beim Konzert des Musikvereins Bergöschingen im Einsatz – und jeder sagte uns, dass es doch eine Riesengeschichte wäre, mit einem Punkt nach Hause zu kommen“, schmunzelte Trainer Philip Brandl nach dem zweiten Husarenstreich seiner Elf binnen acht Tagen. Dem unerwarteten 4:3 gegen den VfB Waldshut vor Wochenfrist in Stetten, ließ der Aufsteiger nun eine 3:1-Überraschung beim TuS Efringen-Kirchen folgen: „Und es ist mir fast peinlich, sagen zu müssen: Da war noch mehr drin für uns und unser Torverhältnis“, so Brandl.

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Widerspruch erntete er dabei keineswegs: „Da muss ich ihm absolut recht geben“, war Dennis Weiß deutlich angefressen: „Alles eine Kopfsache. Diese Niederlage ist das Produkt unserer Einstellung und unseres Auftretens. Es geht halt auch gegen einen Aufsteiger nicht einfach so von allein“, ärgerte er sich nach der dritten Heimpleite und dem Abrutschen auf Rang acht.

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Nur eine Platzierung hinter den Rebländern steht tatsächlich schon der FC Hochrhein: „Das hätte ich vor der Saison sofort unterschrieben“, freut sich Brandl über den einstelligen Tabellenplatz zum Ende der Vorrunde. Schließlich hatte der Aufsteiger sechs der ersten sieben Spiele verloren und wurde früh als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt.

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So traten die Jungs in Schwarz-Grau allerdings im „Hölzele“ her nicht auf. Francesco Melina sorgte mit zwei sauber platzierten Kopfballtreffern für zwei heftige Nadelstiche. Als Nico Maier in der Nachspielzeit vor der pause nach einem hohen Zuspiel von Lucas Mülhaupt sogar auf 3:0 erhöht hatte, war die Sensation fast schon perfekt.

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„In der Folge haben wir es versäumt, aus unseren vielen sehr guten Möglichkeiten das vierte Tor zu erzielen“, so Brandl: „Dann wäre es auch nach dem Anschlusstreffer nicht mehr interessant geworden.“ Der zur zweiten Hälfte eingewechselte Kevin Keller nutzte, nach Vorarbeit von Ronald Parti, einen Patzer von Sebastian Meier zum 1:3 – mehr aber war für den TuS Efringen-Kirchen nicht mehr drin.

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„Es ist einfach von Anfang nicht gelaufen heute“, beschönigte auch TuS-Sportchef Thorsten Sütterlin den Auftritt nicht: „Dazu kam, dass wir bis zur Pause schon drei verletzungsbedingte Wechsel vornehmen mussten. Das trug auch nicht zur Verbesserung des Spielflusses bei.“ In der Tat räumten Patrick Keller, Jan Linder und beim Wechsel dann auch der an der Hand verletzte Schlussmann Markus Loh das Feld.

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Als bester Aufsteiger blickt der FC Hochrhein nicht nur auf eine letztlich sehr gut verlaufene Rückrunde: „Ich freue mich auch darüber, dass uns ausgerechnet bei der weitesten Fahrt so viele Zuschauer unterstützt haben“, deutete Philip Brandl an, dass er sein Auge während des Spiels nicht nur aufs Feld, sondern auch auf die Kulisse draußen richtet.

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TuSEfringen-Kirchen – FC Hochrhein 1:3 (0:3). – Tore: 0:1 (22.) und 0:2 (35.) beide Melina; 0:3 (45.+2) Maier; 1:3 (73.) K. Keller. – SR: Jonas Probst (Waldshut-Tiengen). – Z.: 250.

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