Es muss Spaß machen, derzeit Bundesfinanzminister zu sein. Denn während sich viele seiner Amts-Vorgänger mit leeren Kassen herumschlagen mussten, kann sich Olaf Scholz über satte Überschüsse freuen. Natürlich weckt der Geldregen Begehrlichkeiten. Und tatsächlich gibt es einiges, wofür es sich lohnt, Geld auszugeben. Zu nennen wäre da etwa die Infrastruktur oder die Bildung. Bei beidem gibt es in Deutschland gehörigen Nachholbedarf, und beides ist entscheidend für die weitere Wettbewerbsfähigkeit des hiesigen Wirtschaftsstandorts.

Gigantischer Schuldenberg

Doch so erfreulich es auch sein mag, Geld mit vollen Händen ausgeben zu können: Alles sollte nicht gleich vervespert werden. Denn die jetzt gemeldeten Überschüsse in den öffentlichen Kassen beziehen sich nur auf das erste Halbjahr. Ansonsten sitzt der Staat nach wie vor auf einem gigantischen Schuldenberg von fast zwei Billionen Euro. Und der muss weiter abgetragen werden. Wann, wenn nicht in guten konjunkturellen Zeiten, soll das geschehen?

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