Von vielen Seiten hieß es schon seit Langem, Mesut Özil möge sich zu seinem Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan äußern. Jetzt hat er es getan, ohne Einsicht, dafür mit Furor.

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Özil zeigt kein Verständnis für Kritik an seinem Tun, Özil geißelt die Versuche, ihm die Hauptschuld am desaströsen WM-Auftritt der deutschen Kicker in die Schuhe zu schieben, Özil attackiert Medien und wirft einem DFB-Sponsor, der ihn von Werbeaktivitäten ausschloss, mangelnde Loyalität vor.

Özil liegt nicht komplett daneben

Wer gewillt ist, hinter die Fassade dieser unseligen Affäre zu blicken, wird erkennen müssen, dass der 92-fache Nationalspieler nicht komplett danebenliegt. Doch hat Özil bei seinem Rundumschlag über das Ziel hinausgeschossen, Vergleiche mit der Queen oder Großbritanniens Premierministerin May sind so maßlos wie dümmlich.

Das macht es schwer, sich mit der Erklärung vom doppelten Herzen zu befassen, obwohl sie es wert ist. So ist es ein bitteres, aber richtiges Ende: der Nationalspieler Mesut Özil ist Geschichte.