Er war Halbstürmer, seine Spielweise wird als elegant beschrieben. Für Spartak Moskau bestritt er 367 Ligaspiele, er erzielte 37 Tore. Fünfmal Landesmeister wurde Netto in den 1950er- und 60er-Jahren. Damit ist auch klar, dass seine fußballerische Zeit lange vorbei war, als der Spruch aufkam. „Dann geh doch zu Netto“ , hallt es uns stets bei einem Werbespruch für einen Discounter entgegen.

Kaum vorzustellen, was bei Igor Netto los gewesen wäre, hätte es diese Aufforderung schon früher gegeben. Nach seiner Fußballkarriere versuchte sich Igor Netto als Trainer – allerdings im Eishockey, seiner zweiten großen Liebe. 1999 ist er in Moskau verstorben. Vom Netto-Hype bekam er also nichts mehr mit.

Der Autor dieses Textes Marco Scheinhof.