• 7. Januar 2018: Der deutsch-türkische Fußballprofi Deniz Naki ist nahe Düren bei Aachen auf der Autobahn 4 unterwegs, als er nach eigenen Angaben aus einem fahrenden Wagen beschossen wird. Der heute 29-Jährige bleibt unverletzt. Von der Staatsanwaltschaft in Aachen heißt es nach dem Angriff: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Auch eine politisch motivierte Tat wird nicht völlig ausgeschlossen. Der Fußballer mit kurdischen Wurzeln sah sich wegen pro-kurdischer Äußerungen seit längerem als Zielscheibe. Ende Januar wird er von der türkischen Fußballföderation lebenslang gesperrt.
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  • 4. März 2018: Der Finanzchef des Energiekonzerns Innogy, Bernhard Günther, wird Opfer eines Säureattentats. Nach dem Joggen in Haan bei Düsseldorf überfallen ihn zwei Männer, sie werfen ihn zu Boden, schütten ihm ätzende Säure ins Gesicht und fliehen. Der 51-jährige Günther erleidet schwerste Verletzungen. Wenige Wochen später nimmt er die Arbeit wieder auf. Im September stellt die Staatsanwaltschaft Wuppertal ihre Ermittlungen ein. Die Identität der Täter bleibt ebenso ungeklärt wie deren Motive für den Anschlag.
  • 23. März 2018: Der Obdachlose Gerd Michael Straten wird enthauptet auf dem Koblenzer Hauptfriedhof gefunden. Der 59-Jährige hatte einst mit Kunst gehandelt, Ende der 90er Jahre aber sein Geschäft schließen müssen. Straten lebte danach jahrelang auf dem Hauptfriedhof. Er soll häufig eine Bibliothek besucht, kaum Alkohol getrunken und keineswegs dem Klischee von Obdachlosen entsprochen haben. Die Anteilnahme in Koblenz ist groß. Im Sommer heißt es, die Polizei habe rund 1000 mögliche Zeugen befragt und etwa 1300 Spuren und Hinweise ausgewertet. Ein Tatverdächtiger wurde aber nicht ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat 10 000 Euro Belohnung für Hinweise zur Aufklärung des Falls ausgelobt.
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  • 9. September 2018: Intensivstraftäter und Clan-Mitglied Nidal R. wird in Berlin-Neukölln erschossen. Die Tat ereignet sich an einem Sonntagnachmittag am Rand des Tempelhofer Felds neben einem Eiswagen und vor den Augen von Spaziergängern und Kindern. Clan-Krieg? Werden Reviere der Kriminellen neu abgesteckt? Die Hintergründe bleiben unklar. Der Mordfall rückt die organisierte Kriminalität in Berlin und Probleme mit kriminellen Mitgliedern arabisch-libanesischstämmiger Großfamilien in den Blickpunkt. Der 36-jährige Nidal R. galt als Teil solcher Netzwerke. Bis zu 2000 Trauergäste kommen zur Bestattung, darunter mehrere Oberhäupter bekannter arabischstämmiger Clans. 150 Polizisten bewachen die Zeremonie.
  • 19. Oktober 2018: Maskierte überfallen in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes einen Geldtransporter, fliehen mit Beute in zwei Autos und beschießen einen Streifenwagen, der sie verfolgt. Die Szene wird als filmreif beschrieben: Fünf Männer sollen die Fahrer des Transporters mit Maschinenpistolen bedroht, den Wagen aufgebrochen und acht Geldkisten herausgeholt haben. Bei der Flucht mit zwei Autos verlieren sie erst eine große Kiste; dann lassen sie kurz darauf einen beschädigten Fluchtwagen mit den weiteren sieben Kisten stehen, um mit dem zweiten Auto zu entkommen. Sechs Wochen später fasst die Polizei einen ersten Verdächtigen, der Beziehungen zu polizeibekannten Clans haben soll.
Polizisten mit Maschinenpistolen sichern einen Geldtransporter mit aufgebrochenen Türen in Berlin Mitte. Mehrere Maskierte hatten in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes einen Geldtransporter überfallen.
Polizisten mit Maschinenpistolen sichern einen Geldtransporter mit aufgebrochenen Türen in Berlin Mitte. Mehrere Maskierte hatten in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes einen Geldtransporter überfallen. | Bild: Bernd Von Jutrczenka/dpa

(dpa)