Das Ziel ist klar: Die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz möchte weiterspielen – auch unter Pandemiebedingungen. Nicht ganz einfach, wenn mehr als fünfzig Menschen auf ein paar Quadratmetern Podium zusammensitzen und ein guter Teil von ihnen auch noch fröhlich vor sich hin bläst.

Corona macht es insbesondere Orchestern und Chören schwer. „Bläser müssen nach vorne zwei Meter Abstand halten“, erklärt die Philharmonie-Intendantin Insa Pijanka. „Unter solchen Umständen sind Konzerte mit großen Besetzungen in geschlossenen Räumen kaum noch möglich.“

Insa Pijanka, Intendantin der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz.
Insa Pijanka, Intendantin der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. | Bild: FEZE

Möglich machen möchte die Philharmonie Konzertbesuche aber dennoch. Die bislang zwei angesetzten Programme im Oktober sind der aktuellen Situation angepasst – mit kleineren Besetzungen, in denen die Instrumentalgruppen teils sogar voneinander getrennt spielen. So startet das Programm Anfang Oktober (2., 4. und 7. Oktober) mit „The Palace Rhapsodie“ von Aulis Sallinen. Der Finne hat das Stück für Blasorchester geschrieben.

Anschließend sind die Streicher dran mit einer Fassung von Beethovens wegweisender Großen Fuge op. 133. Auch bei Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ schweigen die Bläser. Sueye Park übernimmt hier die Solo-Violine. Damit zeigt die Philharmonie, dass sich auch unter Pandemiebedingungen attraktive, ja sogar populäre Programme gestalten lassen.

Chefdirigent Ari Rasilainen.
Chefdirigent Ari Rasilainen. | Bild: Felix Broede

Die Konzerte werden außerdem jeweils zwei Mal im Konstanzer Konzil gespielt: Mittwoch und Freitag um 18 Uhr und um 20.30 Uhr; am Sonntag um 15 Uhr und um 18 Uhr. Außerdem wird auf eine Pause verzichtet.

Diese Regeln gelten auch für das zweite philharmonische Konzert (23. und 28. Oktober), in dem es besetzungsmäßig wieder etwas gemischter zugeht. Emily Baynon ist die Flöten-Solistin des Abends, der mit einer Hommage an Mozarts „Zauberflöte“ beginnt, nämlich den „Magic Flute Dances“ des britischen Komponisten Jonathan Dove.

Daran schließt sich Mozarts 2. Flötenkonzert KV 314 an sowie – es ist Beethoven-Jahr! – die weniger gespielte 2. Sinfonie des Wiener Klassikers aus Bonn. Sie gilt allgemein als ein Übergangswerk innerhalb von Beethovens Symphonik. Beide Programme werden vom Chefdirigenten der Südwestdeutschen Philharmonie Ari Rasilainen geleitet.

Wichtig für Abonnenten ist auch zu wissen, dass die Abonnements zunächst ausgesetzt werden. Die Konzerte im Oktober gehen ab 15. September in den freien Verkauf. Abonnenten können aber jetzt schon Karten erwerben. Sie erhalten zudem fünf Euro Ermäßigung auf die Eintrittspreise.

Infos: http://www.philharmonie-konstanz.de

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