Hagen wurde in der DDR als Theater- und Filmschauspielerin bekannt, bevor sie wegen ihres Protests gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann mit einem Berufsverbot belegt wurde und in den Westen ging.

Ihr Theaterdebüt gab Eva-Maria Hagen 1953 am berühmten Berliner Ensemble unter der Regie von Bertold Brecht im Stück „Katzgraben“. Breite Popularität erlangte sie 1957 dann mit der Titelrolle in der DEFA-Filmkomödie „Vergesst mir meine Traudel nicht“. In den folgenden Jahren wurde sie zu einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen der DDR und spielte neben ihren Bühnenengagements Rollen in rund 50 Fernsehfilmen.

Wegen Protests mit Berufsverbot belegt

Wegen ihrer Lebensgemeinschaft mit dem Liedermacher Biermann wurden ihre Arbeitsmöglichkeiten durch das DDR-Regime beschnitten. Hagen wurde öffentlich diskriminiert, von der Staatssicherheit bedroht und wegen Staatsverleumdung angeklagt. Als sie 1976 gegen die Ausbürgerung Biermanns öffentlich protestierte, wurde sie fristlos beim Deutschen Fernsehfunk (DFF) der DDR entlassen und mit Berufsverbot belegt.

Vor Beginn der Vorpremiere des Arte/RBB-Dokumentarfilms „Nina Hagen – Godmother of Punk“ in Berlin am 11.08.2011 ...
Vor Beginn der Vorpremiere des Arte/RBB-Dokumentarfilms „Nina Hagen – Godmother of Punk“ in Berlin am 11.08.2011 stehen Nina Hagen (l) und Mutter Eva-Maria Hagen vor dem Babylon Kino. | Bild: Rainer Jensen/dpa

1977 folgte Hagen ihrem früheren Lebensgefährten zusammen mit der Tochter Nina, die aus der früheren Ehe mit dem Schriftsteller Hans Oliva-Hagen stammt, in die Bundesrepublik. Dort baute sie sich neben dem Film und dem Theater eine zweite Karriere als Chansonsängerin auf. (AFP)