Dreimal krönte sich der Mann mit der roten Mütze zum Weltmeister. Ein Flammeninferno 1976 überlebte er nur knapp. Nun ist Niki Lauda im Alter von 70 Jahren gestorben.
Die rote Mütze war Niki Laudas Markenzeichen: 2006 bekommt sie der damalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone beim Herren-Alpin-Skirennenauf in Kitzbühel auf den Kopf gesetzt
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Die rote Mütze war Niki Laudas Markenzeichen: 2006 bekommt sie der damalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone beim Herren-Alpin-Skirennen in Kitzbühel auf den Kopf gesetzt.

Aufgeben war für Niki Lauda nie eine Option. Trotz schwerer Verbrennungen und einer verätzten Lunge überstand die Formel-1-Legende am 1. August 1976 wie durch ein Wunder einen Horrorunfall auf dem Nürburgring.
Bild: Raoul Fornezza

Aufgeben war für Niki Lauda nie eine Option. Trotz schwerer Verbrennungen und einer verätzten Lunge überstand die Formel-1-Legende am 1. August 1976 wie durch ein Wunder einen Horrorunfall auf dem Nürburgring.

Mit seinem Ferrari krachte Lauda mit über Tempo 200 gegen einen Fangzaun, der 312T2 ging in Flammen auf. Nach 55 Sekunden wurde Nikolaus Andreas Lauda aus dem Wrack gezogen.

„An den Unfall habe ich keine Erinnerung. Der Aufprall war so hart, dass mir dabei der Helm vom Kopf gerissen wurde“, erinnerte er sich.

Seine damalige Frau Marlene erzählte Lauda, dass die Ärzte damals nicht damit rechneten, dass er die erste Nacht überstehen würde. Sie irrten – Lauda kämpfte. Rund fünf Wochen nach seinem schweren Rennunfall gab er mit vernarbtem Gesicht, Kopfbandage und Brandwunden eine Pressekonferenz. Nur 42 Tage später saß er in Monza wieder im Rennwagen und wurde Vierter.
Bild: Hartmut Reeh, dpa

Seine damalige Frau Marlene erzählte Lauda, dass die Ärzte damals nicht damit rechneten, dass er die erste Nacht überstehen würde. Sie irrten – Lauda kämpfte. Rund fünf Wochen nach seinem schweren Rennunfall gab er mit vernarbtem Gesicht, Kopfbandage und Brandwunden eine Pressekonferenz. Nur 42 Tage später saß er in Monza wieder im Rennwagen und wurde Vierter.

Man wird ihn immer mit dieser roten Kappe in Verbindung bringen, die seinen schwer vernarbten Kopf bedeckte – hier mit dem früheren Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher beim deutschen Fernsehpreis 2007
Bild: Oliver Berg, dpa

Man wird ihn immer mit dieser roten Kappe in Verbindung bringen, die seinen schwer vernarbten Kopf bedeckte – hier mit dem früheren Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher beim deutschen Fernsehpreis 2007.

Nach 1975 wurde Lauda noch 1977 und 1984 Weltmeister. Er galt als Gegenentwurf zu seinem Herausforderer James Hunt, dem Lebemann, dem Playboy der Formel 1 der damaligen Zeit. Lauda war technikbesessen, ein Perfektionist, diszipliniert.
Bild: Nuck Ut

Nach 1975 wurde Lauda noch 1977 und 1984 Weltmeister. Er galt als Gegenentwurf zu seinem Herausforderer James Hunt, dem Lebemann, dem Playboy der Formel 1 der damaligen Zeit. Lauda war technikbesessen, ein Perfektionist, diszipliniert.

An seine aktive Sportlerkarriere schloss der Industriellensohn nahtlos eine Laufbahn als Unternehmer an. Aus seiner Begeisterung für das Fliegen entwickelte er als Pilot seine eigene Airline.
Bild: Istvan Bajzat

An seine aktive Sportlerkarriere schloss der Industriellensohn nahtlos eine Laufbahn als Unternehmer an. Aus seiner Begeisterung für das Fliegen entwickelte er als Pilot seine eigene Airline.

Im September 2012 stieg Lauda zum Mercedes-Teamaufsichtsratschef auf und erlebte mit den Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg ein Hoch, das seinesgleichen suchte.
Bild: Pavel Golovkin

Im September 2012 stieg Lauda zum Mercedes-Teamaufsichtsratschef auf und erlebte mit den Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg ein Hoch, das seinesgleichen suchte.

Seit seinem schweren Unfall hatte Lauda immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu tun. Im August 2018 erhielt er eine Spender-Lunge. Lauda starb in der Universitätsklinik Zürich im Kreis seiner Familie. „In den letzten zehn Monaten waren wir jede Minute an seiner Seite. Wir haben mit ihm gelacht, geweint, gehofft und gelitten, aber schlussendlich verließen Niki gestern seine Kräfte“, heißt es in einem Statement der Familie. Gezeichnet wurde die Mitteilung von Laudas Ehefrau Birgit (hier im Bild 2016 mit Niki Lauda), seiner Ex-Gattin Marlene und seinen Kindern Lukas, Matthias, Max und Mia.
Bild: Rainer Jensen, dpa

Seit seinem schweren Unfall hatte Lauda immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu tun. Im August 2018 erhielt er eine Spender-Lunge. Lauda starb in der Universitätsklinik Zürich im Kreis seiner Familie. „In den letzten zehn Monaten waren wir jede Minute an seiner Seite. Wir haben mit ihm gelacht, geweint, gehofft und gelitten, aber schlussendlich verließen Niki gestern seine Kräfte“, heißt es in einem Statement der Familie. Gezeichnet wurde die Mitteilung von Laudas Ehefrau Birgit (hier im Bild 2016 mit Niki Lauda), seiner Ex-Gattin Marlene und seinen Kindern Lukas, Matthias, Max und Mia.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nahm mit bewegenden Worten von Lauda Abschied. „Niki wird immer eine der größten Legenden unseres Sports bleiben. Er verkörperte Heldentum, Menschlichkeit und Aufrichtigkeit auf und abseits der Strecke“, schrieb der Österreicher über seinen verstorbenen Landsmann. „Er hinterlässt eine tiefe Lücke in der Formel 1. Wir haben nicht nur einen Helden verloren, der das wohl eindrucksvollste Comeback aller Zeiten gegeben hat, sondern auch jemanden, der wertvolle Klarheit und Offenheit in die moderne Formel 1 gebracht hat.“
Bild: Jens Büttner

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nahm mit bewegenden Worten von Lauda Abschied. „Niki wird immer eine der größten Legenden unseres Sports bleiben. Er verkörperte Heldentum, Menschlichkeit und Aufrichtigkeit auf und abseits der Strecke“, schrieb der Österreicher über seinen verstorbenen Landsmann. „Er hinterlässt eine tiefe Lücke in der Formel 1. Wir haben nicht nur einen Helden verloren, der das wohl eindrucksvollste Comeback aller Zeiten gegeben hat, sondern auch jemanden, der wertvolle Klarheit und Offenheit in die moderne Formel 1 gebracht hat.“

„Ich habe soviel von Dir gelernt. Deine Leidenschaft, dein Kampfgeist, nie zu aufzugeben, dein Glaube daran, dass man sich immer zweimal im Leben begegnet, und selbst deine Geduld mit uns Youngsters“, schrieb Nico Rosberg, der 2016 im Mercedes Weltmeister geworden war, zum Tod von Niki Lauda.
Bild: Darron Cummings

„Ich habe soviel von Dir gelernt. Deine Leidenschaft, dein Kampfgeist, nie aufzugeben, dein Glaube daran, dass man sich immer zweimal im Leben begegnet, und selbst deine Geduld mit uns Youngsters“, schrieb Nico Rosberg, der 2016 im Mercedes Weltmeister geworden war, zum Tod von Niki Lauda.

2013 verfilmte Hollywood-Regisseur Ron Howard die Rivalität aus den 70ern zwischen Lauda und dem Engländer James Hunt. „Rush“ ist das Dokument einer vergessen geglaubten Zeit. „Wir haben am Limit gelebt“, erzählte Lauda. Die damalige Generation konnte gar nicht anders, weil sie nicht gewusst habe, „wann unser Leben vorbei sein würde“. Lauda mochte diesen Film.
Bild: David-Wolfgang Ebener

2013 verfilmte Hollywood-Regisseur Ron Howard die Rivalität aus den 70ern zwischen Lauda und dem Engländer James Hunt. „Rush“ ist das Dokument einer vergessen geglaubten Zeit. „Wir haben am Limit gelebt“, erzählte Lauda. Die damalige Generation konnte gar nicht anders, weil sie nicht gewusst habe, „wann unser Leben vorbei sein würde“. Lauda mochte diesen Film.