1. 41 Prozent des EU-Haushalts (also knapp 60 Milliarden Euro) flossen 2018 in die Landwirtschaft. 1985 waren es allerdings noch 70 Prozent. Ab 2021 sollen die Ausgaben deutlich sinken: Nur noch 30 Prozent sollen für den Agrarsektor ausgegeben werden.
  2. Je mehr Fläche, desto mehr Subventionen – so funktioniert die Förderung bislang. Die Direktzahlungen (58 Milliarden Euro) richten sich vor allem nach der Größe der bewirtschafteten Fläche.
  3. Top-Empfängerland bei den Agrarsubventionen war 2017 Frankreich mit 9,7 Milliarden Euro. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Spanien und Deutschland (6,45 Milliarden).
  4. Agrarpolitik in der Kritik: Kleinere und mittelständische Betriebe werden benachteiligt. Das soll sich eigentlich nach 2020 verbessern. Derzeit wird noch heftig über die Reform gestritten.
  5. Was das kostet: Die EU-Bürgerinnen und Bürger zahlen nach Berechnungen des Nabu für die milliardenschweren Agrarsubventionen im Schnitt jeder 114 Euro pro Jahr.
  6. Was Baden-Württemberg sonst bekommt: Im laufenden Förderzeitraum (2014-20) erhält der Südwesten rund 1,2 Milliarden Euro aus diversen EU-Strukturfonds. Mit 260 Millionen werden etwa über den Sozialfonds ESF Projekte zu Beschäftigung, Bildung oder Existenzgründungen gefördert. (rom)