Startpunkt der Reise ist der Frankfurter Flughafen. Beim Abflug sammelt sich erstmals die politische Delegation. Im Zentrum: der Ministerpräsident und Frau Gerlinde.

Bild: Bäuerlein, Ulrike

Die ganze Reise über mit dabei: Personenschützer für den Regierungschef. Jetzt steht ein 11,5-Stunden-Direktflug nach San Franciso bevor – die Amts- und Mandatsträger fliegen Business, der Tross Economy.

Ankunft in den USA

Einreiseprozedur in den USA heißt vor allem: Schlange stehen. Immerhin jetzt auf amerikansichem Boden.

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Die Kretschmanns genießen "Priority" – sie werden an den Schlangen vorbeigeschleust. Am Flughafen warten auf sie schon ein Kleinbus und ein SUV für die Securitiy-Leute, die sie direkt zum Hotel bringen. Der Tross folgt erst später mit einem großen Reisebus.

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Tagesbriefing zum Frühstück, Regierungsarbeit im Kleinbus

Der Ministerpräsidenten und seine Frau haben jeweils ihr eigenes Programm. Briefing ist morgens vor dem Frühstück oder beim Frühstück – weswegen die Kretschmanns oft an verschiedenen Tischen frühstücken und ihr jeweiliges Tagesprogramm durchsprechen, oft sehen sie sich erst abends wieder zu einem offiziellen Empfang.

Für den Regierungschef ist neben den Terminen oft noch "Bürozeit" eingeplant, bei dem Regierungsgeschäfte aus Baden-Württemberg abgearbeitet werden – oft im Kleinbus auf dem Weg von einem Gesprächs-oder Besuchstermin zum nächsten.

Besuch im Nationalpark

Freizeit gibt es eigentlich nicht für dern Regierungschef, die Tage sind von morgens bis Abends durchgetaktet und enden meist mit einem Vortrag oder Empfang. Der Besuch des Nationalparks Muir Woods National Monument mit den Redwood-Mammutbäumen bringt zumindest etwas Abwechslung ins Programm.

Abfahrt im Hotel: 7:30h, eine Stunde hin, zwei Stunden Führung, eine Stunde zurück, dann weiter im Programm. Auch hier dabei: Delegationstross, Security, Presse. Und die Kretschmanns immer im Zentrum des Interesses.

Bild: Bäuerlein, Ulrike

Umweltminister Franz Untersteller ist auch mit von der Partie. Er hat im Nationalpark für 14 Dollar einen Redwood-Mammutbaum-Setzling erworben und will ihn am Ruhestein im Nationalpark pflanzen.

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Drei Stunden Auszeit

Am Samstagnachmittag haben die Kretschmanns mal drei Stunden Auszeit. Sie wünschen sich eine kleine Stadtführung – aber auch hier dabei: persönliche Mitarbeiter, Security, Presse.

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Ein Treffen mit Jürgen Klinsmann

Dann folgt ein Termin, auf den sich alle freuen: Jürgen Klinsmann schaut im Tagungshotel in San Francisco vorbei, ein Podiumsgespräch mit Kretschmann zum Thema Integration und Heimat ist geplant.

Leider spricht der Moderator, der in den USA lebende Literaturwissenschaftler Hans-Ulrich Gumbrecht, lieber selbst, als Kretschmann und Klinsmann zu befragen und zu Wort kommen zu lassen. Am Ende gibt es noch ein paar Erinnerungsfotos, dann ist Klinsi schon wieder weg.

Bild: Nico Pointer, dpa

Auf geht's ins Silicon Valley

Der Tag beginnt mit dem Delegationsfrühstück – und erneut mit Briefings.

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Ausgerechnet im Silicon Valley darf der baden-württembergischen Ministerpräsident einen ersten Blick auf den neuen E-Tron werfen – das erste vollelektrische Auto, das Audi auf den Markt bringt und auch den deutschen Markt in Sachen-Mobilität aufmischen soll.

Am Vorabend war Weltpremiere in San Francisco, am Mittwoch stellt Audi das gute Stück vor das Delegationshotel nach Santa Clara, quasi vor die Haustür von Tesla.

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Ministerpräsident Kretschmann, Verkehrsminister Winfried Hermann und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zeigen sich beeindruckt von dem Stromer, der optisch kaum von den anderen Q-Modellen von Audi zu unterscheiden ist.

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Nur an den Seiten ist es deutlich: Da sind keine Außenspiegel mehr, sondern es gibt nur noch eine Sensorenleiste. Die 80 Kilometer von San Francisco ins Silicon Valley konnten die Audi-Manager mit dem E-Tron allerdings nicht fahren – er hat in den USA keine Zulassung.

Bevor sich ein Teil der Delegation nach Hause verabschiedet und der andere Teil nach Toronto aufbricht, muss vor dem Hotel in Santa Clara noch ein Gesamtfoto gemacht werden. Das ist bei der Riesengruppe gar nicht so einfach.

Bild: Bäuerlein, Ulrike

Nächster Halt: Toronto

Es folgt ein langer Reisetag: Von Kalifornien aus geht es quer über den amerikanischen Kontinent nach Toronto in Kanada. Schon wieder eine andere Zeitzone, drei Stunden fehlen an diesem Tag.

Am Flughafen in Toronto wird die Delegation bereits erwartet und ins Hotel gebracht.

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Es ist halb zehn Abends Ortszeit in Toronto, als sich die Delegation noch kurz zu einem Briefing im Hotel trifft. Kleine Entschädigung für den langen Tag: Der Blick auf die nächtliche Skyline von Toronto aus dem 43. Stock des Hotels.

Bild: Bäuerlein, Ulrike

Gerlinde Kretschmann absolviert in Toronto ein Programm rund um die Themen Migration und Flüchtlinge. Ihr Begleitstab besteht ausschließlich aus Frauen: Assistentin, Dolmetscherin, Begleitung von der Berliner Landesvertretung, die Leiterin des deutsch-amerikanischen Institutes in Tübingen. Die Botschaftsvertreterin in Toronto, die durch den Tag begleitet, sorgt mit ihren Schuhen für großes Interesse bei den Frauen. An ihren Business-High-Heels kann sie die Absätze abnehmen und je nach Anlass auswechseln.

Bild: Bäuerlein, Ulrike

Aus den High Heels werden so bequeme Straßenschuhe – Gerlinde Kretschmann und ihre Frauendelegation sind begeistert. Nur der Preis hat es in sich: 700 Dollar sind für ein Paar mit zwei Absätzen fällig.