Wo habt Ihr Euch kennengelernt? Diese Frage hat jedes Paar mindestens ein Dutzend Mal in geselligen Tischrunden gestellt bekommen. Wenn alle Blicke gespannt auf einem ruhten, hat man vor noch nicht allzu langer Zeit Details lieber unter den Tisch fallen lassen. Heute ist das anders. Dass sich die Liebe auch beim Online-Dating finden lässt, wird mittlerweile offen auf den Tisch gelegt und die Geschichte dazu gerne erzählt. Wie die von Melanie Senn (50) und Guido Hopp (52).

23 Jahre Beziehung, ein 17-jähriger Sohn und dann die Trennung. 2017 kam Guido Hopp aus dem Raum Düsseldorf zurück an den Bodensee, wo er seine Jugendzeit verbracht hatte. Seiner damaligen Frau war er beim Studium an der Uni Düsseldorf begegnet, seine jetzige Lebenspartnerin Melanie Senn hat er im Juli 2018 auf einem Dating-Portal kennengelernt. Der Humor war es, der Guido und Melanie zusammengebrachte und die große Gemeinsamkeit, das Tanzen. „Wir wären uns ohne Online-Dating im Leben nie begegnet, unsere Wege hätten sich nie gekreuzt“, ist sich Guido sicher. Denn Melanie lebte in St. Gallen in der Schweiz und Guido in Konstanz. Weder beruflich noch privat gab es Verbindungen.

„Ich probier‘ das jetzt auch mal“

Im Freundeskreis hatte Guido von zwei Paaren erfahren, dass diese sich beim Online-Dating kennengelernt hatten. Nach zunächst zwei Anläufen im privaten Umfeld, die sich aber als nicht zukunftsfähig herausstellten, dachte er „ich probier‘ das auch mal auf einem Online-Portal. Ich bin ein absoluter Beziehungs- und Familienmensch und war in meinem Leben nie lange allein“. Drei Wochen war er auf der Plattform, hatte verschiedene Kontakte und dann kam Melanie. Sie war die Initiatorin, sie hat ihn angeschrieben. Sie weiß noch genau, wann und wo. „Das war in der Nacht nach einem Gianna Nannini Konzert in Locarno. Guido war mein Schlusspunkt eines emotional aufreibenden Dreivierteljahres“, erzählt Melanie. Sie verabredeten sich. Es funkte.

Schnell im realen Leben treffen

Wichtig sei, sich schnell zu treffen, denn im geschriebenen Wort würden so viele Interpretationsmöglichkeiten liegen, wissen beide aus Erfahrung. Nach einem Jahr Beziehung wollten sie nicht mehr pendeln und suchten sich eine gemeinsame Wohnung. Melanie wuchs in der Ostschweiz auf und zog ihre heute 31-Jährige Tochter allein auf, weil der Vater psychisch krank geworden war. Bevor sie mit Guido in Bottighofen in der Schweiz nahe der deutschen Grenze zusammenzog, hatte sie 25 Jahre in St. Gallen gelebt. Für Guido machte ein Umzug in die Schweiz Sinn, da sein Arbeitsplatz von Konstanz sowieso nach Kreuzlingen verlegt worden war. „Dieses neue Leben – mittlerweile mit Hund Buffy – ist für uns auch eine Horizonterweiterung, die ohne Online-Plattform so nicht zustande gekommen wäre“, sind sich beide sicher.

Vor allem bei Jüngeren beliebt

Partnersuche über das Internet wird immer beliebter. Auch wenn sich die meisten Paare weiterhin über Freunde kennenlernen, rangieren das Internet und Dating-Apps schon auf Platz zwei der häufigsten Kennenlernorte. Laut Statista, einem deutschen Online-Portal für Statistik, haben in einer Umfrage aus dem Jahr 2020 28 Prozent der Deutschen angeben, auf Online-Dating-Plattformen aktiv gewesen zu sein. Für etwa die Hälfte der Nutzer von Online-Dating-Diensten hat sich daraus schon einmal eine feste Partnerschaft oder ein Kontakt ergeben. Online-Dating ist vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt. Fast die Hälfte der deutschen Internetnutzer in der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen gibt an, schon mal Online-Dating genutzt zu haben. So wie Jessica und Armin Gamper, und sie sind heute verheiratet.

Jessica und Armin Gamper haben 2020 geheiratet. Sie haben über ein Online-Portal das gefunden, was sie schon immer gesucht haben: die Liebe ihres Lebens.
Jessica und Armin Gamper haben 2020 geheiratet. Sie haben über ein Online-Portal das gefunden, was sie schon immer gesucht haben: die Liebe ihres Lebens. | Bild: Gamper

Jessica ist Fachkrankenschwester für Psychiatrie im ZfP Reichenau. „Von Berufswegen ist es für mich deutlich einfacher, jemanden über das Internet kennenzulernen, da man dann immer schreiben kann, wenn man Zeit hat“, erzählt die 27-Jährige. Sie hatte sich im Dezember 2013 auf einer Online-Plattform angemeldet, um eine feste Beziehung zu finden. Ein Jahr zuvor hatte sie auf einer anderen Plattform auch schon ihren Ex-Freund kennengelernt. Für Armin, ihren jetziger Mann, war es das erste Mal.

Eher zurückhaltend

„Wir beide sind nicht die Menschen, die einfach jemanden ansprechen würden, deshalb war es für uns die beste Wahl, um schnell und simpel jemanden kennenzulernen“, sagt Jessica. Auch sie hat die Initiative ergriffen und Armin angeschrieben. Was eigentlich nicht ihre Art ist. Nachdem sie keine zufriedenstellenden Zuschriften bekommen hatte, nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und kontaktierte Armin. Sein Profil hat ihr sehr gut gefallen. Armin, der heute 30 ist, war damals noch beim Schweizer Militär und lebte in der Nähe von Frauenfeld. „Er dachte, ich sei ein Fake-Account, weil er noch nie von einer Deutschen angeschrieben worden war“, weiß Jessica noch.

Die Liebe ihres Lebens

Sie schrieben zwei Wochen lang bis sie sich im Januar 2014 trafen. Beide hatten damals Urlaub und sahen sich täglich. „Fünf Tage später waren wir zusammen. Das klingt überstürzt, doch wir waren beide der Meinung, das gefunden zu haben, was wir gesucht hatten: unsere Liebe des Lebens“, sind sie überzeugt. Ihre erste gemeinsame Wohnung bezogen Jessica und Armin 2016 in der Schweiz, seit 2018 leben sie in Deutschland, derzeit im Hegau. Im Mai 2020 wollten sie eigentlich heiraten, doch die Hochzeit musste wegen Corona verschoben werden und fand schließlich September 2020 statt.

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